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  1. #1
    kbaerwald
    kbaerwald ist offline
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    Durchaus passend zur augenblicklichen Wetterlage und zur allgemeinen Diskussion über die Klimaverschiebung auf unserer Erde möchte ich heute einmal den obigen Titel von James Graham Ballard empfehlen. Er ist nur noch schwer in Deutsch als gebrauchtes Taschenbuch zu bekommen (Heyne SF 3114, 1978). Und wer nicht gleich fündig wird, nicht verzeifeln, sondern ruhig auch schon mal einen anderen Titel des Autors lesen!

    Folgendes [Bitte einloggen oder registrieren um Links zu sehen.] aus der Wikipedia beschreibt den schriftstellerischen Ansatz von James Graham Ballard sehr gut: "Viele seiner Romane und Erzählungen entwerfen Dystopien und Weltuntergangsszenarien, in denen Ballard den Zerfall der sozialen Strukturen und Bindungen angesichts des Untergangs beschreibt. Dabei betrachtet er unter anderem den Konflikt zwischen den Möglichkeiten einer radikalen Individualität und der Restloyalität gegenüber den verbleibenden gesellschaftlichen Normen."

    Der empfohlene Roman stammt aus einer Serie von (damals bereits thematisch bestimmenden) Dystopie-Ansätzen, in der sich der Autor mit dem Schicksal von Menschen auseiandersetzt, die unter gravierenden Veränderungen auf der Erde leiden. Der Klappentext beschreibt:

    "Eine ölige Brühe schwappt an die Strände der Erde, Millionen von Tonnen Fischleiber verfaulen am Saum der Ozeane. Ein moleküldicker Film aus Chemikalien – die Folge von ungeklärten Industrieabwässern, ausgelaufenen Öltankern, gedankenlos im Übermaß verwendeten Waschmitteln und heimlich über Bord gekippten Giftfässern – verhindert mehr und mehr die Verdunstung des Oberflächenwassers. Wochenlang fällt kein Regen, die Monsune bleiben aus, eine Dürrekatastrophe weltweiten Ausmaßes zeichnet sich ab, Acker- und Weideland verwandelt sich in Wüste, die Wälder gehen in Flammen auf, Flüsse werden zu stinkenden Rinnsalen, Staubstürme suchen die letzten Oasen der Fruchtbarkeit heim, die Viehherden verenden, und bald sterben auch Menschen. Und eine gnadenlose Sonne brennt vom Himmel.
    Da setzt eine weltweite Flucht in Richtung Meer ein, um dem Tod durch Verdursten zu entgehen, doch auf den Autobahnen stauen sich kilometerweit die Blechlawinen. Und denjenigen, denen es gelingt, die überfüllten Strände zu erreichen, schwappt die Jauche der verseuchten Weltmeere vor die Füße, in denen jedes Leben erstorben ist."

    Und das alles in 1965 ausführlich beschrieben!

    Wem das alles viel zu heiß ist: zuhause bleiben und eine Flasche Bier in den Kühlschrank stellen. Die nächste Katastrophe kommt bestimmt.

    Klaus
    Geändert von kbaerwald (27.07.18 um 21:56 Uhr)
    Thanks trekk hat/haben sich bedankt