Warum ein Kindle?

  • Hallo,


    mich würde interessieren, warum so viel vom Kindle schwärmen?


    Denn der Kobo Touch und der Sony TRS-1 werden sicherlich viel besser sein.
    Kobo und Sony unterstüzten nämlich das ePub Format und somit kann man auch Bücher ausleihen bei onleihe.de.


    Beim Kindle kann man also nicht einmal kostenlos Bücher von der Stadtbiblitothek ausleihen. Haben denn wirklich alle soviel Geld alle Bücher bei amazon zu kaufen und sich auch noch von einem Anbieter abhängig zu machen.


    Bin gespannt auf die Antworten ...

  • Ich würde da gar nicht so über den Kindle herziehen, es hat jeder der genannten Reader seine Daseinsberechtigung und auch die ein oder anderen Vorteile und Nachteiel gegenüber der Konkurrenz.


    Mit dem Kindle bekommst du halt ein wenig Apple-like ein ganzes System geboten, das dir alles rund ums lesen bietet. Und das macht Amazon dann doch sehr gut. Dass dieses "Service" und die Unkompliziertheit muss man dann entweder akzeptieren oder man kauft sich halt keinen Kindle.


    Es gibt übrigens auch möglichkeiten ePubs auf den Kindle zu bekommen. Da muss man halt konvertieren und das ist natürlich nicht so bequem wie sich das Buch einfach auf den Reader zu ziehen

  • Sicherlich hat der Kindle seine Daseinsberechtigung, ich wundere mich nur über die Akzeptanz der Einschränkungen.


    Denn das ePub und PDF der onleihe.de ist mit dem Adobe DRM gesichert. Deshalb kann man mit einem Kindle KEINE eBooks per onleihe ausleihen!


    Soweit ich weiss kann man dies mit calibre oder anderen Programmen nicht konvertieren! Wenn das gehen sollte, dann bitte um Benachrichtigung wie? Falls jemand doch per onleihe.de ein Buch auf ein Kindle bekommen hat, würde mich das brennend interessieren.


    Ich ziehe über den Kindle nur deshalb so her weil alle ihn so loben, aber man muss dann eben mit den Einschränkungen leben - und ich wundere mich eben das viele auf ePub und onleihe verzichten wollen!


    Auch wenn zukünftig angeblich Amazon eine Verleihsystem einrichten möchte, dies wird sicherlich mehr kosten als 15 Euro/Jahr wie es bisher bei Stadtbibliotheken üblich ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von GisJu ()

  • also wir loben sicher nichts in dne himmel was es nicht verdient hat :) deshalb hat der sony prs 650 auch in unseren tests bisher am besten abgeschnitten und auch der kobo touch (soviel darf ich schon verraten) wird von uns besser bewertet als der kindle 3. auf die aktuelle reihe möchte ich natürlich nichht vorweggreifen, das können wir erst präzise beurteilen wenn wir diesen in den händen halten.


    nichts desto trotz ist ein kindle je anch anforderungsprofil für einige sicher ein tolles und unkompliziertes gerät :P


    ps: zu dem konvertieen, das geht natürlich auf legalem weg leider nicht und davon würden wir folglich auch abstand nehmen.

  • Ich denke der größte Vorteil - besonders des neuen Kindle 4 - liegt einfach im niedrigen Preis. Mit 99 Euro liegt man unter der magischen 100 Euro Grenze und macht das digitale Lesen so vermutlich auch vielen Leuten schmackhaft, die es vorher aufgrund des teuren Einstiegspreises wenig interessiert hat.


    Der Sinn und Zweck des niedrigen Preises dürfte ja auch sein, dass Amazon die Leser - und Verlage - an das eigene Ökosystem binden will. Und wenn man sich anschaut wie schnell die werbegestützten Kindle 3 Modelle in den USA in den Top 10 auf Platz 1 und 2 gelandet sind, dann dürfte die Sache auch aufgehen.


    Ich persönlich bervorzuge ebenfalls ein offenes System. Ich denke Sony und Kobo haben hier einen guten Ansatz, wobei mir das System des PRS-T1 auf den ersten Blick etwas besser gefällt - dank PDF-Reflow, besserer Lesezeichen- und Notizfunktion.

  • Dein einziges Argument gegen den Kindle ist, dass man damit keine Bücher bei onleihe ausborgen kann?


    Onleihe ist zwar was super tolles, aber die Verfügbarkeit, das Angebot und auch die Verwendung sind doch sehr begrenzt, verglichen mit Amazon. Insofern ist es verwunderlich, dass du kindle's erfolg verwunderlich findest :P

  • Matrix
    Du hast natürlich recht wg. der Verfügbarkeit. Amazon hat(te) die meisten deutschsprachigen Bücher. Deshalb hat sich z.B. auch ein guter Freund von mir den Kindle im Frühjahr 2011 gekauft.


    Gleichzeitig war die Verfügbarkeit z.B. der Sony Reader immer sehr schlecht. Ich wollte z.B. im Juli den 650 Sony Reader kaufen, gab es nirgends, selbst bei eBay gebraucht über 200 Euro - noway! Deshalb kaufte ich den Nook Ende Juli über USA.


    Sicherlich wird Kobo mit seinem deutschprachigen E-Book-Shop nachziehen (evt. sogar mehr deutschsprachige Bücher anbieten als Amazon!), auch Sony hat einen deutschsprachigen Shop ja vor - mal schauen.


    Wer zu spät kommt ... deshalb müssen jetzt viele E-Book-Reader Anbieter und Shops nachsitzen ;)


    Wg. "einziges Argument" onleihe ... wenn man Bücher nicht immer kaufen möchte ist dies ein schwerwiegendes Argument, finde ich :) Zum Beispiel habe ich innerhalb von zwei Monaten über 20 Bücher gelesen, macht mind. 2-300 Euro bei Amazon, über onleihe einmalig 15 Euro/Jahr Stadtbibliotheksgebühr.


    Oliver
    Konvertieren bedeutet zumeist auch dass das Layout darunter leidet (von der Legalität abgesehen)


    Chalid
    Genau: Kindle macht Kampfpreise, hier können manche leider nicht mitziehen - deshalb sind Informationen über weitere E-Book-Reader und Vielfalt dringend notwendig - und dafür steht ja auch cme.at :)

    19 Mal editiert, zuletzt von GisJu ()

  • Ich habe momentan noch den Kindle 3.
    Ich bin damals vom Sony PRS-505 zum Kindle gewechselt, weil die Darstellung besser war und weil der Preis sehr attraktiv war.


    Da ich aber kaum Bücher aus dem Amazon-Angebot lese, sondern eher ePub oder PDF, ist mir die Konvertiererei inzwischen eher lästig geworden und ich finde (für mich persönlich) einen Reader passender, der diese Format nativ unterstützt und dazu möglichst auch noch als USB-Massenspeicher anzubinden ist und dabei eigene Verzeichnisstrukturen unterstützt.


    Das kann der Kindle leider nicht.


    Ich habe seit der Ankündigung des Kindle Touch auch ein wenig damit geliebäugelt, aber die Einschränkungen sind mir dann doch zu gravierend und ich tendiere nun eher zum Nook Touch oder Kobo Touch.

  • Also ich bin ein eReader Neuling. Vor ein paar Wochen habe ich angefangen mich grundsätzlich damit zu beschäftigen.


    Prinzipiell wollte ich immer warten mit der Anschaffung. Ich habe bisher ständig auf einen Bildschirm gewartet, der auch Farben darstellen kann. Angeblich soll die Entwicklung dahinter voranschreiten, denke aber es dauert noch zu lange.


    Bei meiner Recherche bin ich natürlich zwangsläufig über den Kindle gestolpert, da ich langjähriger Amazonkunde bin.


    * Kindle Keyboard: Dieser Reader hat mir optisch leider einfach nicht zugesagt und durch das Fehlen von ePuB war er für mich schnell auch wieder gestorben. Hinzu kommt noch, dass zu dem Zeitpunkt schon wild über die Zukunft (neue Modelle) spekuliert wurde.


    * Sony: Hier hat mich hauptsächlich der Lieferengpass aller Geräte abgeschreckt. Zusätzlich kann ich mich bei einem Reader nicht mit Touch anfreunden. Stelle mir vor ständig Fingerabdrücke wegwischen zu müssen.


    * Kobo: Auch hier schreckt mit die Touchfunktion etwas ab. Ich weiß ich brauche es nicht und will dafür dann auch nicht extra bezahlen.


    Der neue Kindle 4 bietet mir hier alles was ich möchte. Einziger Haken ist leider die ePuB Unterstützung. Dieses Format würde ich auch nur für Leihbücher nutzen wollen. Nun habe ich aber gesehen das Amazon bereits in den USA angefangen hat, die Leihfunktion einzurichten. Kann ja somit nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch österreichische Bibliotheken auf den Zug aufspringen.

  • Ich sehe hier zwei große Anwendungsbereiche:
    * Die Onleihe für jene, die das Glück haben, Mitglied in einer Bücherei zu sein, die einen solchen Service zur Verfügung stellt
    * Bücherkauf im Onlineshop.


    Für ersteres ist ein Kindle sicher nicht das optimale Gerät, hier bieten sich jene an, die ePub unterstützen.
    Für bibliophile Menschen, die eben keinen Anschluß zu einer solchen größeren Bücherei haben, steht zweite Möglichkeit offen. Zu diesen zähle auch ich mich, zumal ich ja bereits zufriedener Kunde bei Amazon bin. Das Angebot ist mehr als ausreichend, der Service ließ bisher keinen Grund zur Klage aufkommen, und um ehrlich zu sein, weiß ich auch die Bequemlichkeit zu schätzen, nicht zum alleinigen Zweck des eBook-Erwerbs einen Account bei einem anderen Online-Store, mit dem ich noch keinerlei Erfahrung habe, eröffnen zu müssen. Also ja, für mich kommt ein Kindle eindeutig infrage.

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