Handschriften um 1900 mit Tusche und Feder lesen - „PDF“, aber nicht textbasiert, reine fotografische Aufnahmen

  • Frage für Tüftler: Ich suche einen E-Reader, mit dem ich Handschriften um 1900 mit Tusche und Feder lesen kann, die ich zuvor eingescannt habe (vermutlich als „PDF“, aber nicht textbasiert, reine fotografische Aufnahmen). Die Dateien sind sehr groß, der Speicher sollte also ausreichend sein oder es sollte einen SD-Kartensteckplatz geben. Ich muss in den Text hineinzoomen und von links nach rechts navigieren können, ohne dass das Ganze abstürzt, so dass ich einen starken Prozessor und ausreichend RAM benötige. Die Schrift muss gestochen scharf zu erkennen sein, man hat damals mit der Feder geschrieben, was oft nur bei einem guten Kontrast leserlich ist, weil die Schrift teilweise blass, fadenförmig und schwer zu erkennen ist (300 ppi wären fein). Ach ja: Dadurch, dass das Original Briefpapiergröße hat, sollte der Bildschirm so „groß wie möglich“ sein… Ich selber bin auf Onyx Boox gestoßen, habe aber gelesen, dass die Seiten vergraut sind und leicht spiegeln und Pixelstreifen kriegen – schade. Von den technischen Eckdaten her hatte es gut geklungen, nicht wenige Amazon-Kommentare waren aber vernichtend. Nun bin ich wieder bei Null nach all meinen stundenlangen Recherchen von großen Readern. Weiß jemand Rat? Danke schon mal im Voraus!

  • Die Schrift muss gestochen scharf zu erkennen sein, man hat damals mit der Feder geschrieben, was oft nur bei einem guten Kontrast leserlich ist, weil die Schrift teilweise blass, fadenförmig und schwer zu erkennen ist (300 ppi wären fein).

    300 ppi gibt es nicht in dieser Größe.

    Ich selber bin auf Onyx Boox gestoßen, habe aber gelesen, dass die Seiten vergraut sind und leicht spiegeln und Pixelstreifen kriegen – schade. Von den technischen Eckdaten her hatte es gut geklungen, nicht wenige Amazon-Kommentare waren aber vernichtend.

    Glaube denen nicht - die können normalerweise nicht mit solchen Geräten umgehen.

    Onyx Boox Geräte haben keine SD Erweiterung und USB OTG funktioniert nur mit FAT32.

    Mein Favorit ist Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. 10,3 Inch 1872x1404 Pixel (227 ppi), Octa Core CPU 1,5 GHz, Android 6, 4/32 GB, SD Tray (in meinem Gerät ist eine 512 GB Samsung Evo Plus - intern formatiert).

    USB-C OTG funktioniert auch mit NTFS - ich habe auch eine 4 TB Seagate bereits verwendet.

  • Hallo Gerhard,

    ganz herzlichen Dank für Deine Einschätzung :)!!!

    Werden Texte Deiner Meinung nach besser von Onyx-Boox oder von Alita wiedergegeben? Reinweiße Seite, tiefschwarze Schrift…? Das ist letztlich das alles Entscheidende! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie klein die Leute damals geschrieben haben und wie blass und unleserlich teilweise auch… Die Kurrentschrift hat andere Buchstaben, da ist Kombinationsgabe und bestes Erkennen der Hieroglyphen gefragt, vor allem bei flüchtiger Schreibweise.

    Ich habe leider ebenfalls kein Gerät mit 300 ppi in dieser Größe gefunden. Ich weiß zwar nicht, wie groß der Unterschied zwischen 300 und 320 ppi ist, weil ich die Geräte nicht besitze, aber der größere Bildschirm lohnt sich ja nur dann, wenn ich etwas erkennen kann. Wäre ein großer kleiner Bildschirm mit 300 ppi in der Wiedergabe deutlich besser...?

    Alita ist übrigens ebenfalls kurz mein Favorit gewesen, dann aber bin ich auf den Hinweis gestoßen: „PDF support could be better“ (ich glaube, das hat sogar auf dieser Seite gestanden). Ich dachte daraufhin, dass die hochauflösenden PDF-Bilder vielleicht bei Alita fehl am Platz seien. Bildformate wie etwa JPG werden ebenfalls nicht unterstützt. Vielleicht hat sich der Hinweis auf den PDF-Support aber nur auf die Spaltenerkennung bezogen, die ich ja ohnehin nicht benötige.

    Alles in allem bin ich aber froh und erleichtert, dass es etwas auf dem Markt für mich zu geben scheint und ich danke Dir ganz herzlich für Deine Ideen!!

  • Ich kenne die großen Boox Geräte nicht, kann aber den Boox Nova 2 mit meinem Likebook Ares (7,8 Zoll) vergleichen.

    Mir ist mein Ares lieber - deshalb würde ich auch den Alita dem Boox Note 2 (10,3 Zoll) vorziehen.

    Du musst Dich vom Gedanken befreien, es seien "Reader" - es sind Android EInk Tablets in die Du die Anwendung, die dir gefällt, installieren kannst.

    Ich verwende nur für handschrifliche Notizen die standard Anwendungen.

    Und zur Bildschirmgröße: die 10,3 Zoll Geräte haben dieselbe Auflösung wie die 7,8 er - mir ist aber 10.3 bei pdf lieber.

    Sowohl Likebook, als auch Boox verwenden die gleichen Bildschirme - mir ist die Likebook "Verpackung" lieber.

    Bei beiden Firmen kann der Kontrast des Bildschirms verändert werden.

  • Hallo Gerhard,


    ganz herzlichen Dank nochmal für Deine informative Antwort!

    Ich hätte mir den E-Reader auf Deine Empfehlung hin vorhin um ein Haaar bestellt, aber vielleicht sollte ich mich beherrschen und auf das Update im September warten, da wird dann aus Android 6 Android 9 – angeblich zumindest. Mittlerweile gibt es ja schon Android 10 und bei einem neuen Gerät kann sich das Warten lohnen. Ich hoffe sehr, man kann die Beleuchtung ausschalten (deshalb will man ja die E-Ink Technik), wenngleich ich sie als Zusatzoption zum Normalbetrieb bei Tag natürlich recht praktisch finde. Ich glaube, Du hast mir da einen guten Tipp gegeben!

    Ich habe auch überlegt, ob ich mir zu einem späteren Zeitpunkt und falls nötig einen zweiten E-Reader dazukaufen soll, für besonders kleine Schriften mit einem kleineren Bildschirm, aber dafür 300 ppi. Der müsste aber dann einen ausreichend starken Prozessor haben und bei den kleinen Geräten bin ich mir nicht sicher – kennst Du da etwas…? Zunächst werde ich mir allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit Alita für den Normalbetrieb zulegen. Ich hatte ursprünglich an Max 3 von Onyx gedacht wegen der Größe (ein Traum für die tägliche Arbeit), aber die Sache mit den Pixelstreifen ist mir nicht geheuer (bei dem Preis kann ich mir einfach keinen Fehlkauf leisten), ich hatte mal das Problem mit einem Laptop, der dann mehr Streifen als Bild hatte. Vielen Dank übrigens auch für den Hinweis des veränderbaren Kontrastes! Und ganz herzlichen Dank wieder einmal im Voraus !!

  • Ich hatte ursprünglich an Max 3 von Onyx gedacht wegen der Größe (ein Traum für die tägliche Arbeit), aber die Sache mit den Pixelstreifen ist mir nicht geheuer

    Das ist ein Gerätefehler, der behoben werden müsste. Ich habe bei Onyx-Boox einen Note2 gekauft, der, weil fehlerhaft, problemlos getauscht wurde.

    auf das Update im September warten, da wird dann aus Android 6 Android 9 – angeblich zumindest

    Android 8 wurde von Likebook seit vorigem Jahr versprochen - mir ist aber egal ob es kommt oder auch nicht.

    Und ich werde nicht updaten, weil ich nicht weiß, ob dann alles so funktionieren wird, wie jetzt - zB die 512 GB SD, oder NTFS USB-OTG.

  • Hallo Gerhard,

    ich bin natürlich davon ausgegangen, dass mit dem Update auch ein neues Gerät daherkommen würde... Da das aber wohl nicht so ist, versuche ich es jetzt mit dem Boyue-Likebook "Alita" so wie es ist und bin schon mal gespannt... Mit Onyx passe ich lieber auf, Gerätefehler können sich auch zu einem späteren Zeitpunkt einstellen, bei mir halten die Geräte meistens viele Jahre lang. Vielen Dank nochmal, ich schreibe dann, wie es war/sein wird :-)!

  • Leider funktioniert das Gerät nicht mit Windows 10. In der Gebrauchsanleitung habe ich diesen Hinweis gefunden, nachdem ich erstaunt war, dass mein neuer Reader meinen neuen Laptop nicht erkennt. Nun, dachte ich, dann eben die SD-Karte. Dem Reader beigelegt war ein Tütchen mit ominösen Werkzeugen, drei Plastikstäbchen, einem Metallring und einem Metallstück, das an einen I-Phone-Öffner erinnert hat. Das Ganze selbstredend ohne einen Hinweis darauf, wozu das alles dient. Da der Reader rundum verschweißt ist, ist natürlch kein Hinweis darauf, wie man an die Sim-Karte kommen soll. Muss man zuerst das Gehäuse auseinandernehmen? Ich habe in die Verstiefung neben dem Startknopf gedrückt in der Hoffnung, dass im Startknopf die SIM_Karte versteckt ist. Aber egal, wie oft ich hineinsteche, rien ne va plus. Das ist vielleicht das Résumé meiner heutigen Erfahrungen. Falls Du eine Idee hast, wie ich Daten auf meinen E-Reader bekomme ohne W-Lan (ich habe ein Modem, kein W-Lan), dann freue ich mich! Ganz herzlichen Dank schon mal im Voraus!

  • Lies Einstellungen, User Manual!

    Leider funktioniert das Gerät nicht mit Windows 10

    Falsch. Er funktioniert als Gerät wenn auf dem Gerät USB-Daten eingestellt wird.

    Dem Reader beigelegt war ein Tütchen mit ominösen Werkzeugen, drei Plastikstäbchen, einem Metallring

    Das ist für den Pen (Tips und Werkzeug zum Tausch)

    und einem Metallstück, das an einen I-Phone-Öffner erinnert hat

    Das ist für SD Tray (auf der rechten Seite). Wenn Du damit in andere Löcher gestochen hast, dann kann ich nur hoffen, dass Du nicht Lautsprecher oder Mikrofon beschädigt hast.

    Da der Reader rundum verschweißt ist, ist natürlch kein Hinweis darauf, wie man an die Sim-Karte kommen soll.

    Es gibt keinen Sim Anschluss - für Internet benötigst du WLan.

    Windows 10 kann einen mobilen Hotspot erzeugen.

  • Danke Dir wieder einmal :-)! Die SD-Karte ist gefunden (muss ich noch testen) und Mikrofon und Lautsprecher hatte ich gestern durchaus als solche erkannt und demzufolge nicht durchsiebt. Es bleibt aber das Kompatibilitätsproblem mit Windows 10. In der Gebrauchsanleitung steht diesbezüglich, dass es ein Fehler des E-Readers sei, wenn kein Hinweis auf eine USB-Verbindung angezeigt würde. Mein alter E-Reader hatte das immer sehr zuverlässig bis zur Umstellung auf Windows 10 getan, aber dass ein brandneuer Reader Windows 10 ebenfalls nicht erkennt...?

    In der Anleitung steht diesbezüglich: „Kann von manchen Windows-10-Versionen nicht erkannt werden.“ Mein Computer ist genau ein Jahr alt und ich habe sicher den Standard, die normale, gängige Version. Also diese Standardversion kann nicht erkannt werden? Kennst Du eine Abhilfe dagegen? Laut Anleitung hätte das etwas mit MTF oder so ähnlich zu tun, ich habe nicht gemerkt, wie es genau hieß, denn es hat auch nur dabeigestanden, dass es inkompatibel mit Windows 10 sei. Ein K.O.-Kriterium sozusagen.

    Hast Du bessere Unterlagen zur Verfügung, auf die Du mich verweisen kannst? Das mit den Werkzeugen zu dem Stift und anderes würde mich schon interessiern! Die Gebrauchsanleitung in gebrochenem Englisch ist dabei keine Hilfe.

    Das mit dem W-Lan ist übrigens keine Frage gewesen, Hotspots habe ich schon erstellt, funktioniert aber nicht gut, möchte daher auch nicht darauf angewiesen sein... Danke Dir schon mal im Voraus!

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