Amazon hat Liquavista (endlich) gekauft; Kindle Color im Herbst?

Krimimimi

New member
Ich werte das Farbgerät von Pocketbook als Zeichen dafür, dass andere Hersteller in absehbarer Zeit nachziehen werden.
 

sento

New member
Aber Farbreader gibt es bereits seit mindestens Anfang des letzten Jahres. Das hat keinen Boom ausgelöst, weil das Ergebnis wenig überzeugend war. Pocketbook hat jetzt noch Licht mit eingebaut. Aber es bleibt bei dieser Triton Technik und der bisher geringen Auflösung, in Kombination mit hohen Preisen. Das wird Massenhersteller nicht dazu veranlassen diese Technik zu verwenden.
Daher glaube ich kaum, dass die Amazon-Mitbewerber in diese Richtung etwas wegweisendes und qualitativ überzeugendes abliefern.
Ich halte eine weitere, verbesserte Generation von Leuchtreadern für wahrscheinlicher.
 
K

Kris Kelvin

Guest
Leute. :O


Ihr überschätzt die Technik von Liquavista. Bei Liquavista ist (wie bei jedem anderen farbigen E-Paper-Display!) der Kontrast sehr viel geringer als bei normalem monochromen E-Paper oder als bei farbig bedrucktem Papier.


Das liegt daran, das sämtliche farbigen E-Paper-Technologien bisher nur Farbe durch additive Subpixel-Farbmischung erzeugen konnten. Dadurch ist die Menge des reflektierten Lichts sehr viel geringer als bei monochromen E-Paper oder normalem Papier.


Wenn ich auf einem Liquavista-, Mirasol-, Triton- oder was auch immer für einem farbigen E-Paper-Display nämlich z.B. die Farbe \"rot\" anzeigen will, dann reflektiert nur ein Drittel der Subpixel rotes Licht, die blauen und grünen Subpixel aber sind schwarz geschaltet. Das heißt: Nur ein Drittel der Display-Fläche reflektiert in dem Fall Licht.


Und das heißt auch, dass farbiges E-Paper immer wesentlich dunkler ist als normales E-Paper, was sich in einem ziemlich schwachen Kontrast äußert.


Dieser schwache Kontrast ist kein \"vorübergehendes\" Problem der Prototypen, nein, er ist ein grundsätzliches Problem aller bisherigen E-Paper-Techniken. Auch der von Liquavista. Das Problem hat nichts damit zu tun dass die Technik noch nicht ausgereift wäre, es wird also in Zukunft nicht durch irgendwelche kleineren Verbesserungen verschwinden.


Die Lösung würde nur eine völlig neue, noch nicht existierende Technologie bringen, bei der tatsächlich die Farben der Pixel geändert werden könnten, ohne auf den Trick mit den RGB-Subpixeln zurückzugreifen. Aber so ein farbiges Display ohne additive Subpixel-Farbmischung gibt es nicht und hat es auch noch nie gegeben, und zwar auch nicht im Bereich der herkömmlichen, leuchtenden Displays.


Wer es also schon als sicher betrachtet dass irgendwann Kindles mit farbigem Liquavista-Display erscheinen werden, sollte seine Erwartungen zurückfahren. Mir erscheint es wahrscheinlicher, das Amazon möglicherweise herkömmliche, monochrome Displays von Liquavista verbaut. Die wären zwar auch nicht farbiger als die bisherigen Displays von E Ink, aber im Gegensatz zu diesen könnten sie immerhin Animationen oder Videos wiedergeben. Und sie hätten nicht das Kontrastproblem der farbigen Versionen.
 

JulesWDD

Active member
Aber das sind ja nicht die ersten Reader, die sie im Angebot haben 😉 Neben der Kindle-Produktpalette haben sie ja auch noch ein paar andere Sachen - man denke nur an die AmazonBasics. Ich finde zum Beispiel ihr HDMI-Kabel einfach super - ich hatte davor schon zwei andere Kabel, die dann aber immer nach einer gewissen Zeit einen Wackelkontakt hatten und das ist bei Amazons Kabel, das ich seit etwa einem Jahr habe, noch nicht passiert.

Das stimmt natürlich, dass die aktuellen Kindles Vorgänger hatten. Ich bezog es halt auf die aktuell neu verkauften Geräte.
 
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