\"Boycott Amazon\" Kampagne in Großbritannien gestartet

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Vor wenigen Wochen haben wir davon berichtet, wie internationale Unternehmen in Großbritannien aufgrund ihrer Steuertricks am Pranger standen. Google, Starbucks und Amazon waren dabei die Hauptakteure in der medialen Berichterstattung. Google hatte sich vor wenigen Tagen zu Wort gemeldet und gemeint, dass man auf die Unternehmsversteuerung stolz sei und man nicht daran denke etwas zu [...]


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Michael72

New member
Ach das ist doch schon fast lächerlich. Kein Großkonzern zahlt die Steuern, die er zahlen müsste, das ist ja gerade der Trick an der Sache. Und da jetzt wahllos amazon oder google oder sonstwen rauszupicken riecht eher nach einem billigen Marketingtrick des ";Ethical Consumer Magazin"; als nach irgendwas anderem.
 

Andy

New member
Mal angenommen, die Bevölkerung würde so einen Boykott durchziehen. Wer wäre denn dann als erstes davon betroffen? Doch wohl die Mitarbeiter von Amazon in GB, die in den Versandzentren, den Supportzentralen etc. arbeiten und ihre Steuern an den britischen Staat zahlen (gleiches für die britischen Mitarbeiter bei Starbucks, Google, ...).
 
S

Surrogat

Guest
Na ob die ganzen Minijobber/Geringverdiener in den Versandzentren richtig Steuern zahlen wage ich mal zu bezweifeln. Zu allererst währe wohl die Gewinnmarge betroffen, das wird Amazon wohl locker wegpuffern können.
 

Chalid

Administrator
Teammitglied
Deren Steuern sind wohl zweitrangig. Wenn die Mitarbeiter dann irgendwann auf der Straße sitzen, muss der Staat sie erhalten. Das fällt dann wohl stärker ins Gewicht 😉
 
M

meterpeter

Guest
Steht in dem Magazin auch was zu Google? Deren Aussage ist zwar arschig aber macht Sinn - sollte fürs Magazin aber doch mindestens genauso nen Boykotiergrund sein.
Ich kann mir jedenfalls vorstellen, warum nicht zu nem Boykott von google aufgerufen wurde 😉
Da würd ich das Magazin dann wohl ins eigene Fleisch schneiden - vom ";Monopols"; (so kann man es ja fast nennen) von google in vielen Bereichen mal ganz abgesehen.
 

sento

New member
Wie soll ein Unternehmen seinen Aktionären erklären, dass es mehr Steuern zahlt als es muss? Ich würde den Manager feuern, der mir als Anteilseigner sagt, er wolle unbedingt mehr Steuern zahlen, als der Staat will. Ich als Privatperson gehe doch auch nicht zum Finanzamt und bestehe darauf, dass ich mehr zahlen will.
Die Bevölkerung sollte nicht Amazon boykottieren, sondern einfach Vertreter ins Parlament wählen, die die Steuergesetze anpassen. Nicht Amazon ist Schuld an den zu zahlenden Steuern sondern der Gesetzgeber.
 
H

harlekin

Guest
Ah, hier haben wir fast alle Bestandteile für das Verstehen des Kapitalismus. ☺


Hier noch die restlichen.


Kapitalismus ist eine Ideologie.


Verlust von Arbeitsplätzen die Rhetorik (den es wäre nur ein Sekundäreffekt, nachdem die Produktivität bereits abnehmen hätte müssen, das hätte auch den Aktionären nicht gefallen, die Entlassungen würden ihnen wieder gefallen) für den Adressat Staat.


Ausspielen von Staaten gegeneinander durch fehlende Marktbarrieren und Lücken in der Gesetzgebung eine relativ neue Entwicklung. Dieser durch die Ideologie zu entgegnen freier Warenverkehr > Gott ist eine Finte.


Besonders nett wird es aus einer Perspektive der Vergangenheit als Corperations noch weniger Rechte hatten als Menschen - bis dann man ein Anwalt kam und wir ";rechtliche Person"; anders definiert bekommen haben. Insbesondere wenn wir hier sehen, dass zumindest in der einfachen Anmutung der einfache Konsument deutlich mehr Steuern auf seine Lebensleistung bezahlt, als das Unternehmen.


Was aber nicht bedeuetet dass hier bereits die Attribute Gut und Böse richtig verteilbar wären.


Wenn man einer Ideologie folgt nach der ein Staat keinen Wert hat und als guter Globalist bereits in Internationalen Kriterienblättern denkt. Wenn man davon ausgeht, dass der gute Hauptnutznieser Aktieneigner der selben Ideologie folgt, und sein Geldwert für die Gesellschaft die bessere Arbeit außerhalb der Staatsstruktur verrichten kann -


dann macht es auch moralisch Sinn seine Kohle in Lobbying zu buttern um das Schließen von Gesetzeslücken, oder das Wiedereinführen von Barrieren für den Freihandel zu verhindern.


Man hat dann zwar immer noch nicht verstanden, dass der Neoliberalismus gerade für die größte Krise seit den 20ern gesorgt hat, und dass die ";Idee"; der Coregulierung nur funktionieren kann, wenn man die Instanzen nicht umschifft -


aber vielleicht ist der Wunsch nach Coregulierung ja auch nur Ideologie....


😉


Mich stört es dass so oft nur einige einzelne Phrasen aus dem Argumentationssystem entlehnt werden. Entweder ganz begreifen, oder Phrasen dreschen lassen. Ansonsten enden wir wieder nur bei ganzen Generationen an Studienabgängern die nur die eine Seite im Kopf haben.


Ist ja nicht mal schwierig. Um nicht zu sagen ziemlich einfach.
 
H

harlekin

Guest
Achja, und lustiges Ding...


#48 The U.S. tax code is now more than 3.8 million words long. If you took all of William Shakespeare's works and collected them together, the entire collection would only be about 900,000 words long.


Sowas...
 

firstmattheo

New member
Mag man sagen was man will, doch es ist eine Aktion die zeigt was hinter den Supersparangeboten steckt. Ich befürchte nur das es in unserer Zeit als cool gilt keine Steuern zu zahlen.
Der Käufer hat es mit seinem Geld und seiner Kaufentscheidung in der Hand.
Jeder Buchladen hat mittlerweile einen Webshop, bietet Porto freien Versand an warum also mal nicht woanders klicken?
Niemand muss bei Amazon kaufen aber jeder hat die Option eine lokalen Händler ohne Mühe zu unterstützen.
 

JulesWDD

Active member
Das sind weder "Steuertricks", noch handelt es sich gar um strafbare oder sonstwie illegale Steuerverkürzung oder Steuerhinterziehung. An der "Pranger" gehören nicht die Konzerne, sondern die Steuergesetzgeber, die solche Steuergestaltungen, die wohlgemerkt völlig legal sind, ermöglichen. Im Übrigen dürften die Konzerne im Verhältnis zu ihren Eigentümern, also den Aktionären, sogar verpflichtet sein, die für die Gesellschaft günstigste Steuergestaltung zu wählen.
 

JulesWDD

Active member
Wie soll ein Unternehmen seinen Aktionären erklären, dass es mehr Steuern zahlt als es muss? Ich würde den Manager feuern, der mir als Anteilseigner sagt, er wolle unbedingt mehr Steuern zahlen, als der Staat will. Ich als Privatperson gehe doch auch nicht zum Finanzamt und bestehe darauf, dass ich mehr zahlen will.
Die Bevölkerung sollte nicht Amazon boykottieren, sondern einfach Vertreter ins Parlament wählen, die die Steuergesetze anpassen. Nicht Amazon ist Schuld an den zu zahlenden Steuern sondern der Gesetzgeber.

Exakt so ist das! Da hätte ich mir meinen Beitrag ja sparen können ... ☺ ... !!
 
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