Ah, hier haben wir fast alle Bestandteile für das Verstehen des Kapitalismus. ☺
Hier noch die restlichen.
Kapitalismus ist eine Ideologie.
Verlust von Arbeitsplätzen die Rhetorik (den es wäre nur ein Sekundäreffekt, nachdem die Produktivität bereits abnehmen hätte müssen, das hätte auch den Aktionären nicht gefallen, die Entlassungen würden ihnen wieder gefallen) für den Adressat Staat.
Ausspielen von Staaten gegeneinander durch fehlende Marktbarrieren und Lücken in der Gesetzgebung eine relativ neue Entwicklung. Dieser durch die Ideologie zu entgegnen freier Warenverkehr > Gott ist eine Finte.
Besonders nett wird es aus einer Perspektive der Vergangenheit als Corperations noch weniger Rechte hatten als Menschen - bis dann man ein Anwalt kam und wir ";rechtliche Person"; anders definiert bekommen haben. Insbesondere wenn wir hier sehen, dass zumindest in der einfachen Anmutung der einfache Konsument deutlich mehr Steuern auf seine Lebensleistung bezahlt, als das Unternehmen.
Was aber nicht bedeuetet dass hier bereits die Attribute Gut und Böse richtig verteilbar wären.
Wenn man einer Ideologie folgt nach der ein Staat keinen Wert hat und als guter Globalist bereits in Internationalen Kriterienblättern denkt. Wenn man davon ausgeht, dass der gute Hauptnutznieser Aktieneigner der selben Ideologie folgt, und sein Geldwert für die Gesellschaft die bessere Arbeit außerhalb der Staatsstruktur verrichten kann -
dann macht es auch moralisch Sinn seine Kohle in Lobbying zu buttern um das Schließen von Gesetzeslücken, oder das Wiedereinführen von Barrieren für den Freihandel zu verhindern.
Man hat dann zwar immer noch nicht verstanden, dass der Neoliberalismus gerade für die größte Krise seit den 20ern gesorgt hat, und dass die ";Idee"; der Coregulierung nur funktionieren kann, wenn man die Instanzen nicht umschifft -
aber vielleicht ist der Wunsch nach Coregulierung ja auch nur Ideologie....
😉
Mich stört es dass so oft nur einige einzelne Phrasen aus dem Argumentationssystem entlehnt werden. Entweder ganz begreifen, oder Phrasen dreschen lassen. Ansonsten enden wir wieder nur bei ganzen Generationen an Studienabgängern die nur die eine Seite im Kopf haben.
Ist ja nicht mal schwierig. Um nicht zu sagen ziemlich einfach.