Ich bin mir auch nicht sicher, warum das keiner hinkriegt, ich glaube, das hat am allermeisten mit fehlendem Bewusstsein für die Bedürfnisse eines Teils der Kunden zu tun. Diese Versäumnisse sind meiner Meinung nach auch der Grund, weshalb auch Bildungseinrichtungen, in denen traditionell viel gelesen wird noch mit Kopien (bzw. dem Äquivalent, schlechten Scans zum Ausdrucken) hantieren. Ein Windows des digitalen Lesens gibt es noch nicht und die Versuche, die Amazon gemacht hat, sind vor allem daran gescheitert, dass deren „Bildungsgerät†Kindle DX in dieser Hinsicht eine Krücke war. Apple ist mit den iPads vor allem in den USA ja schon recht weit, aber deren Problem ist immer, dass sie „andersrum†vernagelt sind, was wohl primär damit zusammenhängt, dass Contentbindung bei denen den Hardwareverkauf unterstützt und nicht umgekehrt.
Ich denke, das wäre eine echte Chance für Kobo, die haben eine Cloud und (fast) durch die Bank aktuelle Apps (mir tut’s immer so leid um Linux, aber ich lass das jetzt mal außen vor) und müssten im Prinzip nur eine Schnittstelle schaffen, mit der eingespielte Bücher Kepubs verwandelt werden, die dann zur bereits bestehenden Infrastruktur passen. Ob man diese darüber hinaus in einen besonderen Bereich (Personal Documents) befördert ist auch erstmal egal, aber von der Funktionalität sollten die sich halt nicht unterscheiden. Im Prinzip müsste Kobo das jetzt eigentlich in Angriff nehmen, die Zeichen, dass hartes DRM bald zu Fall kommt, mehren sich und dann möchte man mit Sicherheit nicht der einzige Anbieter sein, der da systematisch drauf beharrt und andere Bücher aus dem eigenen System ausschließt, während alle anderen fröhlich mit der Kompatibilität untereinander werben...
Vielleicht kommt ja was mit Firmware 4.0, zu hoffen wäre es, denn die Geräte sind ja wirklich klasse, die Apps durch die Bank auch sehr schön (zumindest für iOS und Mac kann ich das sagen) und es wäre doch schade, wenn man nur noch die absoluten Mainstreamanbieter Amazon und tolino hätte (die ja vor allem versuchen, den Leuten mit self-published Zeug das Kleingeld aus der Tasche zu ziehen)...