Neuer Ärger: Kartellamt prüft Amazon.de

Chalid

Administrator
Teammitglied
Ich verweise auf die Wortdefinition des Duden, um klar zu machen in welchem Zusammenhang das Wort verwendet wurde. Wenn man das nicht akzeptieren kann, dann tut es mir leid, aber das kann ich nicht ändern und hat nichts mit einer missverständlichen Formulierung meinerseits zu tun. Ich bediene mich völlig regulären Formulierungen und Wortdefinitionen der deutschen Sprache.


Wenn das als Rechthaberei empfunden wird, dann tut es mir leid. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich mich klarer ausdrücken soll, als mehrmals sowohl auf meine Intention als auch auf die im Duden beschriebene Wortdefinition in diesem Zusammenhang hinzuweisen.


Die emotionale Komponente in dieser Amazon-Sache scheint wirklich dermaßen groß zu sein, dass viele offenbar nicht wertfrei lesen können. Es gibt nun mal viele Wörter in der deutschen Sprache die mehrdeutig sind und die Tatsache, dass man hier in den letzten Tagen andauernd auf einzelnen Formulierungen herumreitet, sogar wenn ich klargestellt habe wie sie gemeint sind, spricht eigentlich für sich. Komischerweise gab es solch semantische Spitzfindigkeiten in den vergangenen zwei Jahren hier vorher kein einziges Mal.


Chalid


Das Image retten, hat einen gänzlich anderen Bedeutungsinhalt!


Es ist, wie in solchen Internetdiskussionen zu Hauf. Da wird etwas gesagt, nur um dann dem Gesagten nachträglich einen anderen Inhalt zu verleihen.

Der Inhalt hat sich mit dieser Aussage nicht verändert. Deeskalation ist das Mittel der Wahl um das Image zu retten. Die Deeskalation erfolgt durch zeitnahe Kündigung der genannten Partnerfirmen.
 
G

Gast

Guest
Der Inhalt hat sich mit dieser Aussage nicht verändert. Deeskalation ist das Mittel der Wahl um das Image zu retten. Die Deeskalation erfolgt durch zeitnahe Kündigung der genannten Partnerfirmen.

Aber ja hat sich der Inhalt verändert, er hat einen gänzlich anderen Schlag erhalten. Eben diesen Argumentationsstil von Dir empfinde ich als rechthaberisch.


Deeskalation ist das Mittel der Wahl um das Image zu retten, ja ja, schon klar!
Wenn wir uns gegenüberstünden, würden wir sicher über uns lachen können und über das was wir hier von uns geben.


Ich will mal versöhnlich sagen: Das mit dem Naiv hätte ich nicht sagen sollen, das tut mir leid!
 
G

Gast

Guest
Hallo alle zusammen,


Redlich kann ich das Verhalten auch nicht finden. Amazon bemüht sich den Imageschaden in grenzen zu halten, mehr aber auch nicht. Es geht allein darum den Umsatz Verlust in grenzen zu halten, wie in Zukunft mit den Mitarbeiter umgangen wird sagt das nichts aus.


Um den Umsatzverlust in grenzen zu halten geht es auch hier, es gibt hier leider immer noch Werbung für Amazon. Es gibt hier deshalb auch einen Interessen Konflikt.


Gruß


Peter
 

Chalid

Administrator
Teammitglied
Das wurde schon erläutert. Amazon ist eines von vielen Unternehmen, welches (völlig zu recht) wegen seiner Arbeitsbedingungen an den Pranger gehört. Allerdings lassen fast alle Elektronikhersteller in China unter zweifelhaften Arbeitsbedingungen produzieren, oder beziehen zumindest Teile aus einer solchen Produktion. Von den Rohstoffen zur Herstellung braucht man gar nicht erst anzufangen. Den Amazon Banner gegen einen solch anderen auszutauschen, wäre nichts anderes als heuchlerischer Aktionismus, von dem ich nicht das Geringste halte.


Sofern allerdings jemand ein geeignetes Fair-Trade-Elektronikprodukt am eBook Reader Markt kennt, wäre ich natürlich über Informationen dankbar. Darüber könnte man auch berichten. Man muss ja nicht nur immer Negativnachrichten bringen.


Hier gibt's übrigens einen kleinen Einblick in die durchaus komplexe Thematik:
Um den Link zu sehen, bitte Anmelden oder Registrieren



Für Ideen zu moralisch korrekter Werbung, habe ich jedenfalls ein offenes Ohr. ☺
 
G

Gast

Guest
Danke für den Link und schön das es für moralisch korrekter Werbung ein offenes Ohr gibt.
Jetzt muß man nur noch Produkte finden, z. b. diese hier:


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Gruß


Peter
 

firstmattheo

New member
Meiner Meinung nach wird es Zeit das jemand dem Saubermann Amazon mal auf die Finger schaut.


Zum Thema Werbung.


Es ist ja niemand verpflichtet über den Amazonlink einzukaufen und damit Geld fliessen zu lassen aber Allesebook muss ja von irgendwas finanziert werden.


Es liegt also an uns Usern und nicht an den Admins.


Die Verantwortung weiterzugeben halte ich für überzogen und unfair.


Es wird hier sicher viele Kindle User geben, die mit Ihren, gezwungener Massen bei Amazon, vorgenommenen Einkäufen diese Site unterstüzen wollen und können.
 

keram5

New member
Es ist ganz einfach, Amazon Konto löschen ☺


Habe ich bereits gemacht, meine Bücher werde ich jetzt woanders kaufen, kein Problem.


Wo sind die Zeiten geblieben als das zugeben eines Fehlers und eine aufrichtige Entschuldigung samt Wiedergutmachung ehrbare Handlungen waren? Was macht aber Amazon? Konsequenzen ziehen und Imageschaden Minimierung betrieben, quasi den Anderen die Schuld in die Schuhe schieben ... lächerlich, denn beide Seiten sind schuld.


Bezüglich der Diskussion über das Wort \"Redlich\".
Es steht ja geschrieben: \"Zwar ist Amazon.de mit ... redlich um Deeskalation bemüht, ...\"


Ich finde der Satz passt sehr gut. Es geht ja nicht um das \"redlich\" alleine, sondern auch um die Handlung auf welche sich das Adjektiv bezieht.
Amazon ist sehr tüchtig/aufrichtig bemüht ... ja aber um was?
- Um eine Entschuldigung z.B. bei den betroffenen Arbeitern? Nein
- Um eine Wiedergutmachung? Nein
- Um den eigenen Imageschaden zu begrenzen ? Ja
- Um die Schuld von sich zu Weisen ? Ja


Es geht um die \"Deeskalation\" zu Gunsten von Amazon. Sie sind also bemüht die Wogen zu glätten und die negativen Emotionen der Öffentlichkeit (Kunden/Presse/Staat) erstens von sich selbst auf andere zu lenken und zweitens möglichst schnell zu entladen, alles im eigenen Interesse.
 

JulesWDD

Active member
Es ist ganz einfach, Amazon Konto löschen ☺


Habe ich bereits gemacht, meine Bücher werde ich jetzt woanders kaufen, kein Problem.

Es ist und bleibt ja jedermann überlassen, was er tut oder nicht tut. Mir erschließt es sich aber nicht, weswegen ich nicht mehr mit einem Vertragspartner zusammenarbeiten sollte - oder wie Sie schreiben: "Amazon Konto löschen" sollte - weil eine oder mehrere Firmen/ Personen mit denen mein Vertragspartner zusammengearbeitet hat, gegen geltendes Recht verstossen haben (könnten). Amazon hat sich, soweit ich das mitbekomme, von diesen Vertragspartnern getrennt, die ins Gerede gekommen sind.


Was genau werfen Sie denn Amazon jetzt vor? Sie können es doch nicht ernstlich vorwerfen, dass Amazon jetzt im eigenen Unternehmensinteresse bemüht ist, den wirtschaftlichen Schaden für das eigene Unternehmen möglichst gering zu halten. Das ist doch nur vernünftig und richtig.
 

JulesWDD

Active member
Für Amazon schon,
würde man spüren, dass Amazon redlich darum bemüht wäre.

Es muss Ihnen nicht gefallen, wie sich Amazon verhält, mir gefallen auch viele Dinge nicht, die tagtäglich in der Welt passieren. Ich verstehe ja auch, dass es einfacher ist, auf den "bösen" Großkonzern einzuprügeln, was konkret Amazon vorgeworfen werden kann, ist doch aber aus meiner Sicht nicht mehr, als dass bei der Auswahl der Subunternehmer/ Vertragspartner nicht sorgfältig genug vorgegangen worden ist. Soweit ich es verstehe hat Amazon Besserung zugesagt. Was verlangen Sie denn jetzt eigentlich konkret oder was würden Sie an Stelle von Amazon jetzt tun? Soll der Vorstandsvorsitzende vielleicht auf Knien nach Canossa oder hilfsweise nach Rumänien kriechen? Sorry, ich finde die Diskussion albern und scheinheilig!
 
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Gast

Guest
Es muss Ihnen nicht gefallen, wie sich Amazon verhält, mir gefallen auch viele Dinge nicht, die tagtäglich in der Welt passieren. Ich verstehe ja auch, dass es einfacher ist, auf den "bösen" Großkonzern einzuprügeln, was konkret Amazon vorgeworfen werden kann, ist doch aber aus meiner Sicht nicht mehr, als dass bei der Auswahl der Subunternehmer/ Vertragspartner nicht sorgfältig genug vorgegangen worden ist. Soweit ich es verstehe hat Amazon Besserung zugesagt. Was verlangen Sie denn jetzt eigentlich konkret? Soll der Vorstandsvorsitzende auf Knien nach Canossa oder hilfsweise nach Rumänien kriechen?

Nein, mir würde es schon genügen, wenn Amazon sich erklärend entschuldigen würde, für die Tatsache, dass Arbeitssuchende mit falschen Versprechen angelockt wurden. Dieser Umstand wird oft vergessen und Amazon schweigt dazu.


"Die Arbeitsagentur sieht sich von Amazon getäuscht. Sie habe sehr kurzfristig erfahren, dass eine Zeitarbeitsfirma zwischengeschaltet werden sollte.


Amazon wollte die Leute nicht einstellen, sagte Agenturchef Waldemar Dombrowski der Nachrichtenagentur dpa. Die Agentur habe ihren Unmut darüber in Gesprächen mit dem Unternehmen deutlich gemacht und werde in Zukunft auf Einhaltung der Spielregeln bestehen."


Diese miesen kleinen Tricks mit nachfolgendem "Hans-guck-in-die-Luft-Spiel" werden bei Amazon (natürlich auch bei Anderen) mit immer neuen Variationen bewusst eingesetzt.


Ich sehe keinen Grund das dann nicht zu Benennen.
 
W

Wiederholungsgast

Guest
Nun, da Amazon für die zur Leistungserbringung eingesetzten Prozesse verantwortlich zeichnet, muss es auch plötzlich öffentlich werdende Unzulänglichkeiten seiner Subunternehmer zumindest mitausbaden. Ob solche Unzulänglichkeiten eine strukturelle Notwendigkeit solchen Outsourcings sind, sei dahingestellt. In diesem Falle erwachsen daraus zumindest Imageverlustkosten. Ob es richtig ist, alles nach Kosten und Nutzen zu betrachten, wie die BWLer es tun, sei auch dahingestellt. Man wird sehen, ob die Maßnahmen, von denen Amazon sich Besserung verspricht, den gewünschten Erfolg zeitigen werden.
 

firstmattheo

New member
Gestern 21.2.2012 war dieses Thema auf der Titelseite von Handelsblatt und SZZ.


Wenn man dem Marketingmotto: Jede publicity ist gute Publicity folgt, wird sich die viele schlechte Presse für A am Ende noch in etwas gutes verwandeln.
 

keram5

New member
Was genau werfen Sie denn Amazon jetzt vor? Sie können es doch nicht ernstlich vorwerfen, dass Amazon jetzt im eigenen Unternehmensinteresse bemüht ist, den wirtschaftlichen Schaden für das eigene Unternehmen möglichst gering zu halten. Das ist doch nur vernünftig und richtig.

Ich werfe Amazon verschiedene Sachen vor:
- üble Praktiken bei der Beschaffung billiger Arbeitskräfte (Anlocken der Arbeiter mit einer Direkteinstellung und anderen Vertragsbedingungen als dann tatsächlich vor Ort zum Unterschreiben vorgelegt werden)
- keine Entschuldigung und Wiedergutmachung (Dazu müsste man sich ja erst die Schuld eingestehen. Auch wenn es "nur" eine Teilschuld ist)


Amazon hat genau gewusst wie es abläuft. Im Bericht werden mehrmals Personen gezeigt die auf die Umstände der Leitarbeiter hingewiesen haben (z.B. der Seelsorger, die Presseleute, leitendes Personal in den Lagern). Also alle Mitbeteiligten haben es gewusst nur die Vorstandsetage nicht? Ich bitte sie ...


Es war ja Amazons Idee diese Jobs fürs Weihnachtsgeschäft zu besetzen. Diese Leute wurden mit einer Jobanzeige in der es hieß "Direkteinstellung bei Amazon" gelockt. Erst in Deutschland angekommen habe sie Erfahren, dass sie keinen Arbeitsvertrag direkt bei Amazon haben werden, sondern nur über eine Leiharbeiterfirma für Amazon arbeiten werden. Glauben sie, dass Amazon nicht gewusst hat wer für sie Arbeitet und woher die Leute stammen? Wozu sonst hat Amazon die Verträge mit der Security-Firma, der Leiharbeiterfirma und CoCo Job Touristik abgeschlossen? Um einheimische Arbeiter zu Entertainern?


Alles im Rahmen des "erlaubten" getrieben vom wirtschaftlichen Kalkül, alles Sauber, alles ok, die Anderen sind schuld.
Komisch, dass ein Weltunternehmen wie Amazon sich nicht vorher informiert mit welchen Firmen es Verträge unterschriebt. Angeblich waren ja die Security-Firma und diese CoCo Job Touristik (Job Touristik, man muss sich mal den Namen auf der Zunge zergehen lassen) schon vor Jahren den Behörden aufgefallen.


Man könnte ja zuallerletzt Unwissenheit Amazon vorwerfen, aber die schützt ja angeblich vor der Strafe nicht.
Wer glaubt das Amazon hierbei "super sauber" ist der kann da ja machen, ich tue es nicht. Diese Praktiken wurden über Jahre hinweg betrieben jetzt ist es halt nur ans Tageslicht gekommen.


Schon komisch, dass sie glauben ich werfe Amazon vor sich um die "eigenen Unternehmensinteressen" zu bemühen. Nein, das werfe ich Amazon nicht vor, Amazon bemüht sich durchaus sehr redlich um die "eigenen Unternehmensinteressen" 😉
Bei der ganzen Sache gibt es aber auch die Interessen der Arbeitstiere, oh hoppla Entschuldigung, natürlich der Arbeitnehmer.
 
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Krimimimi

New member
Komisch, dass ein Weltunternehmen wie Amazon sich nicht vorher informiert mit welchen Firmen es Verträge unterschriebt.

Das finde ich auch.
In großen Unternehmen ist es heutzutage üblich, zu erforschen, was ein Bewerber für eine höhere Position bisher so getrieben hat. Hat jemand im Internet Fotos von sich auf einer feucht- fröhlichen Party eingestellt, kann es das gewesen sein mit der Stelle.
Aber Firmen, mit denen man eine Zusammenarbeit anstrebt, werden nicht ausgekundschaftet? Da hat man angeblich von nichts gewußt? Wenn der Amazon- Chef Ralf Kleber jetzt sagt, dass die Bilder von der Unterbringung der Arbeiter im Seepark ihn betroffen gemacht haben, dann kann ich ihm das nicht abnehmen.
 
G

Gast

Guest
Gestern 21.2.2012 war dieses Thema auf der Titelseite von Handelsblatt und SZZ.


Wenn man dem Marketingmotto: Jede publicity ist gute Publicity folgt, wird sich die viele schlechte Presse für A am Ende noch in etwas gutes verwandeln.

Mmm, glaub ich eher nicht, diesesmal wird was im Bewustsein der Menschen hängenbleiben.
Das "Saubermannimage" von Amazon wird ein paar Schmisse behalten, dennoch wird A. damit weiter gut leben können.


Für die Zukunft interessant, sehe ich den Blick auf die legalen Steuertricks der "Global Player". Hier kann sich die Politik sicher immer schwerer entziehen, denn diese Manipulationen bei denen den Gesellschaften in denen Gewinne generiert werden die Steuereinkommen entzogen sind letztendlich zersezend für jedes Gemeinwesen.
Aber vielleicht bin ich nur ein hoffnungsloser Träumer...
 
G

Gast

Guest
Schon komisch, dass sie glauben ich werfe Amazon vor sich um die "eigenen Unternehmensinteressen" zu bemühen. Nein, das werfe ich Amazon nicht vor, Amazon bemüht sich durchaus sehr redlich um die "eigenen Unternehmensinteressen" 😉

Der war gut! 😉




Das Wort


Lebendgem Worte bin ich gut:
Das springt heran so wohlgemut,
Das grüßt mit artigem Genick,
Ist lieblich selbst im Ungeschick,
Hat Blut in sich, kann herzhaft schnauben,
Kriecht dann zum Ohre selbst dem Tauben,
Und ringelt sich und flattert jetzt,
Und was es tut - das Wort ergetzt.


Doch bleibt das Wort ein zartes Wesen,
Bald krank und aber bald genesen.
Willst ihm sein kleines Leben lassen,
Mußt du es leicht und zierlich fassen,
Nicht plump betasten und bedrücken,
Es stirbt oft schon an bösen Blicken -
Und liegt dann da, so ungestalt,
So seelenlos, so arm und kalt,
Sein kleiner Leichnam arg verwandelt,
Von Tod und Sterben mißgehandelt.


Ein totes Wort - ein häßlich Ding,
Ein klapperdürres Kling-Kling-Kling.
Pfui allen häßlichen Gewerben,
An denen Wort und Wörtchen sterben!


(F. Nietzsche)
 

JulesWDD

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Ich werfe Amazon verschiedene Sachen vor:
- üble Praktiken bei der Beschaffung billiger Arbeitskräfte (Anlocken der Arbeiter mit einer Direkteinstellung und anderen Vertragsbedingungen als dann tatsächlich vor Ort zum Unterschreiben vorgelegt werden)
- keine Entschuldigung und Wiedergutmachung (Dazu müsste man sich ja erst die Schuld eingestehen. Auch wenn es "nur" eine Teilschuld ist)


Amazon hat genau gewusst wie es abläuft. Im Bericht werden mehrmals Personen gezeigt die auf die Umstände der Leitarbeiter hingewiesen haben (z.B. der Seelsorger, die Presseleute, leitendes Personal in den Lagern). Also alle Mitbeteiligten haben es gewusst nur die Vorstandsetage nicht? Ich bitte sie ...


Es war ja Amazons Idee diese Jobs fürs Weihnachtsgeschäft zu besetzen. Diese Leute wurden mit einer Jobanzeige in der es hieß "Direkteinstellung bei Amazon" gelockt. Erst in Deutschland angekommen habe sie Erfahren, dass sie keinen Arbeitsvertrag direkt bei Amazon haben werden, sondern nur über eine Leiharbeiterfirma für Amazon arbeiten werden. Glauben sie, dass Amazon nicht gewusst hat wer für sie Arbeitet und woher die Leute stammen? Wozu sonst hat Amazon die Verträge mit der Security-Firma, der Leiharbeiterfirma und CoCo Job Touristik abgeschlossen? Um einheimische Arbeiter zu Entertainern?


Alles im Rahmen des "erlaubten" getrieben vom wirtschaftlichen Kalkül, alles Sauber, alles ok, die Anderen sind schuld.
Komisch, dass ein Weltunternehmen wie Amazon sich nicht vorher informiert mit welchen Firmen es Verträge unterschriebt. Angeblich waren ja die Security-Firma und diese CoCo Job Touristik (Job Touristik, man muss sich mal den Namen auf der Zunge zergehen lassen) schon vor Jahren den Behörden aufgefallen.


Man könnte ja zuallerletzt Unwissenheit Amazon vorwerfen, aber die schützt ja angeblich vor der Strafe nicht.
Wer glaubt das Amazon hierbei "super sauber" ist der kann da ja machen, ich tue es nicht. Diese Praktiken wurden über Jahre hinweg betrieben jetzt ist es halt nur ans Tageslicht gekommen.


Schon komisch, dass sie glauben ich werfe Amazon vor sich um die "eigenen Unternehmensinteressen" zu bemühen. Nein, das werfe ich Amazon nicht vor, Amazon bemüht sich durchaus sehr redlich um die "eigenen Unternehmensinteressen" 😉
Bei der ganzen Sache gibt es aber auch die Interessen der Arbeitstiere, oh hoppla Entschuldigung, natürlich der Arbeitnehmer.

Da wird zuviel mit Vermutungen, Halbwissen und auch Halbwahrheiten meist sogar nur mit Vermutungen argumentiert. Sie mögen es ja ganz genau wissen - Gratulation dazu - wie es "abgelaufen" ist; ich weiß es nicht und bin deswegen ein wenig zurückhaltender mit meinen Aussagen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

JulesWDD

Active member
Diese Praktiken wurden über Jahre hinweg betrieben jetzt ist es halt nur ans Tageslicht gekommen.



Ich frage schon gar nicht danach, womit Sie diese Behauptung belegen wollen. Wenn es sich um eine Vermutung handelt, dann sollten Sie das auch deutlich machen. Wie ich schon sagte: Halbwissen, Halbwahrheiten, Vermutungen etc. Vielleicht sollte man die doch recht hohen moralischen Ansprüche, die man anderen gegenüber erhebt auch gelegentlich mal am eigenen Verhalten messen.
 
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