Neuer Reader sinnvoll? Falls ja, welcher?

  • Hallo,


    ich wollte mich mal erkundigen, ob die Anschaffung eines neuen Readers sinnvoll ist und hätte dbzgl. noch ein paar Fragen:


    - Welche Displaygröße haltet ihr für sinnvoll und welche für unsinnig, um daheim Ebooks zu lesen? 6,7, 8 oder 10 Zoll?

    - Haltet ihr ein Ipad auch für geeignet, um Ebooks zu lesen?

    - Sind die Pocketbooks aktuell den Tolinos überlegen?

    - Ist das Leseerlebnis eines aktuellen Readers ggü. dem Pocketbook 1 viel besser`?

    - Es geht mir eig. darum Skoobe + Onleihe in einem Gerät zu vereinen. Es gibt ja Gerüchte, dass das künftig mit den Tolinos möglich sein wird, aber bevor das nicht tatsächlich eintrifft, verlässt man sich nicht lieber drauf. Deshalb habe ich noch mit einem Neukauf gewartet, weil man für Skoobe ohne Veränderungen am Reader sowieso auf ein gewöhnliches Tablet zurückgreifen muss. Wenn sich dbzgl. nichts tut, werde ich vermutlich eher bei einem Pocketbook bleiben. Zu was würdet ihr raten? Touch HD 3? Inkad 3 Pro oder X?

  • Jeder eInk Reader ist einem IPad überlegen.

    In Hinblick auf Displaygröße: je größer, desto besser lässt sich darauf lesen, allerdings desto schwerer wird das Gerät und desto weniger portabel ist es - Geräte über 6 Zoll passen zB nicht mehr in Jackentaschen.

    Pocketbooks sind nur dann Tolinos überlegen, wenn man sich mit der darauf installierten Leseanwendung begnügt.

    Wenn Du komfortabel Onleihe und Skoobe und auch in der Sonne lesen möchtest, dann kann ich Dir nur zu den Chinesischen eInk Tablets raten, Boyue-Likebook, Onyx-Boox - Android 6 bzw 9, ab 7,8 Zoll und ab ca €220,--.

  • Vielen Dank für die Info. Je größer, desto teurer werden sie. Ich habe gerade gesehen, es gibt sogar 13-Zöller. Welche Größe wäre denn zu Hause ein guter Kompromiss? 10 Zoll oder mehr sind vermutlich da auch etwas unhandlich und schwer. Diese Reader werden ja relativ selten angeboten. Kauft man die bei Ereader.Store? Aber die sind wohl wirklich ganz gut, weil man sogar die Onleihe - App verwenden kann und nicht nur die angepasste Onleihe - Webseite. Lediglich für Zeitschriften bei Readly scheint ein Tablet aufgrund des Farbdisplays besser zu sein. Aber das 8 Zoll - Flaggschiff von Onyx kostet schon ca. 340 €.

  • Die 13,3 Zöller sind nur (professionelle) Note Geräte (mit Wacom Stift ab €800,--) und sind unbeleuchtet - Onyx-Boox.

    Die Neuen haben flexibles Display (ziemlich bruchfest), Android 6 bzw 9 (Max3)


    Die 10,3 Zöller sind im Wesentlichen Note Geräte (Preis ca €500) mit einer Ausnahme, dem Pocketbook (inkpad X?).

    Sie habe ebenfalls flexibles Display. Die Likebook Notes haben Android 6, bei Onyx-Boox hat der Note2 Android 9, der Rest 6.

    Pocketbook basiert auf Linux und kann nur as-is verwendet werden.


    Das Gerät, zu dem ich daheim (im Bett) immer greife, ist der Tolino Epos2 (8 Zoll, flexibles Display, Android 4.4.2), auf dem ich Calibre Companion als Bibliotheksmanager und AlReader als Lese App installiert habe.

    Er ist leicht und liegt mir gut in der Hand und kann bernstein auf braun.


    Die 7,8 Zöller haben GlasDisplay, welches eventuell leicht bricht - haben aber dieselbe Auflösung wie die 10,3 Zöller.

    Bis auf den Onyx-Boox Nova 2 (Android 9) haben alle Chinesen Android 6. Das einzige nicht Note Gerät unter diesen ist der Likebook Mars.

    In dieser Kategorie habe ich Likebook Ares (Android6) und Onyx-Boox Nova2 (Android9).

    Mein Favorit ist Likebook Ares, weil er eingebaute Lautsprecher hat, und SD Erweiterung (ich habe da 512 GB installiert)


    Als 6 Zoll Gerät habe ich den Onyx Poke Pro (Android 6)


    Hauptunterschied: die Onyx Geräte haben keine SD Erweiterungsmöglichkeit, sind aber im Note Bereich (Handschriftliche Kommentare in Büchern) den Likebook Geräten überlegen - diese können es nur in pdf Dateien.

    Die Likebook Geräte wiederum im Speicherhandling

  • Achso ist das. D.h. mit einem 10- oder gar 13-Zöller käme dir vermutlich niemals in Frage ein Ebook zu lesen. Was hältst du denn ideal für gewöhnliche Ebooks? Ein Vision 5 oder Epos 2 und was meinst du mit "bernstein auf braun"? Würdest du einen Tolino ggü. dem Likebook Ares vorziehen, wenn man sich für eines entscheiden müsste? Ich denke, nur um Ebooks zu lesen, macht so ein Reader mit offenem Android vermutlich auch nicht so viel Sinn. Laut Skoobe - Support kommt eine Skoobe - Integration auf den Tolinos fix, allerdings ist das Datum noch unbekannt. Du sagst, Pocketbook sei mit Standardsoftware überlegen und verwendest trotzdem lieber den Epos 2? Nur wegen dem Jailbreak? Ich denke auch, dass ein Vision 5 / Epos 2 ideal wären, frage mich nur noch, ob sich 100 € Aufpreis für 1 Zoll lohnen. Nachfolger dieser beiden Reader dürfte 2020 wohl nicht kommen.

  • Achso ist das. D.h. mit einem 10- oder gar 13-Zöller käme dir vermutlich niemals in Frage ein Ebook zu lesen.

    Ich habe den Likebook Alita und verwende ihn nur im pdf Note Bereich. Handschriftliche Kommentare, Unterstreichungen in Noten usw

    Was hältst du denn ideal für gewöhnliche Ebooks?

    Für unterwegs verwende ich 6 Zoll (notgedrungen, weil die größeren Geräte nicht so transportabel sind)

    Am Liebsten verwende ich den ~ 8 Zoll Bereich und da lese ich zweispaltig im Querformat

    Ein Vision 5 oder Epos 2 und was meinst du mit "bernstein auf braun"?

    Zwischen Vision 5 und Epos 2 ist ein riesiger Unterschied, der Bildschirm - er ist bruchfest.

    Die Tolinos können invers anzeigen - helle Schrift auf dunklem Untergrund (Nachtmodus - bernstein auf braun)

    Würdest du einen Tolino ggü. dem Likebook Ares vorziehen, wenn man sich für eines entscheiden müsste?

    Ein klares nein, der Tolino ist im Bett bequem - der Ares ist ein Universal Tablet, mit dem ich zusätzlich noch in pdfs Markierungen und Notizen erstellen kann.

    Der Tolino hat Android 4.4.2, eine 1GHz single CPU, 512 MB Ram, 8 GB Speicher,

    Der Ares hat Android 6, eine 1,5Ghz OctaCore CPU 2/32 GB, Lautsprecher, Bluetooth, SD Tray (ich habe eine 512 GB SD drin).

    Zusätzlich konnen die Chinesen noch andere eInk Ansteuerungen, bei denen sogar Youtube Videos fast fließend betrachtet werden können. Das ist zwar nicht unbedingt für Ebooks interessant, aber für die in Apps enthaltene Animationen.

    Ich denke, nur um Ebooks zu lesen, macht so ein Reader mit offenem Android vermutlich auch nicht so viel Sinn.

    Doch, ich kann Kindles lesen, die Onleihe App mit mehreren Accounts verwenden, könnte Skoobe verwenden.

    Habe Zugriff auf meine Calibre Bibliothek auch wenn ich nicht in der Nähe eines Computers bin, habe die gleichen Auswahl und Sortierkriterien wie in Calibre, kann eine Leseanwendung verwenden, die ich an meine Haptik anpassen kann und nicht umgekehrt, weil es sich jemand so eingebildet hat

    Laut Skoobe - Support kommt eine Skoobe - Integration auf den Tolinos fix, allerdings ist das Datum noch unbekannt.

    Das wiederum kann ich fast nicht glauben.

    Nur wegen dem Jailbreak? Ich denke auch, dass ein Vision 5 / Epos 2 ideal wären, frage mich nur noch, ob sich 100 € Aufpreis für 1 Zoll lohnen.

    Wer hat Dir das Märchen vom Jailbreak verklickert - er hat keine Ahnung.


    Sowas ist beim Tolino nicht nötig.

    Vom Tolino Android wurde nur ein Dateimanager und ein Appswitcher entfernt, sodass ein Boot nur in die Tolino App erfolgt.

    Sobald das nachinstalliert ist, ist es ein Android 4.4.2 ohne Google Apps, wobei zu bedenken ist, dass viele Apps Animationen enthalten, bei denen die Standard eInk Ansteuerung nicht mitkommt und die daher grauslich aussehen.


    Für diese €100 Mehrpreis bekommst du ein gleich leichtes Gerät mit bruchfestem nicht vertieften Display.

    Mir war es den Mehrpreis wert.

    Allerdings bekommst Du fürs gleiche Geld auch den Likebook Alita.

    Nachfolger dieser beiden Reader dürfte 2020 wohl nicht kommen.

    Kaum.

  • Nochmals danke für die extrem ausführlichen Informationen. Zwischenzeitlich tendierte ich eher zum Inkad 3 Pro, allerdings ist es trotzdem ein großer Vorteil die Möglichkeit zu haben Kindle, Readly, Skoobe und Onleihe mit einem Reader abzudecken und die Apps wie bei einem Tablet zu nutzen, was bei den Standard - Readern ja nicht möglich ist, weil man da ja nur die optimierte Onleihen - Homepage auf dem Reader verwendet. Ist die Wiedergabe von Zeitschriften darauf auch passabel oder ist da das Ipad aufgrund der Farbe überlegen? Persönlich tendiere ich zum Onyx Boox Nova 2, weil mir die Speichererweiterung nicht so wichtig ist, die Preise relativ ähnlich sind und der einfach mehr Ram, eine bessere GPU und neueres Android besitzt. Ist die Entscheidung o.k.? Mit ca. 340 € ist der ja wirklich nicht gerade günstig und nochmals knapp 100 € teurer als das Inkpad 3 Pro. Meinst du, da kommt ev. bald ein Nachfolger mit einem farbigen E-Ink-Display, sodass man noch warten sollte, wenn es nicht drängt? Ansonsten bleibe ich bei Nova 2.

  • Nova2 kann ich nur dann empfehlen, wenn Du in mehr Ebook Typen als pdfs bekritzeln und als Grafiktablet verwenden möchtest und sein Sonnenbug in diesem Bereich sollte bald behoben werden.

    Die stärkere Hardware braucht man nur für das Obere.

    Ich ziehe den Likebook Ares vor und erwarte hoffentlich bald ein Update auf Android 8.

    Und er ist deutlich billiger, als der Nova2, seine Stärke liegt eher im Allgemeinbereich und er hat Lautsprecher.

  • Gibt es sonst noch etwas, was man beachten sollte? Wo kaufst du denn einen solchen Reader? Ohne deine Empfehlung hätte ich den anderen genommen, weil man sich dann eher auf Zahlen und Werte verlässt. Dann werde ich auf jeden Fall zum Ares greifen.

  • Gibt es sonst noch etwas, was man beachten sollte? Wo kaufst du denn einen solchen Reader? Ohne deine Empfehlung hätte ich den anderen genommen, weil man sich dann eher auf Zahlen und Werte verlässt. Dann werde ich auf jeden Fall zum Ares greifen.

    Ja - was möchtest Du mit dem reader machen?

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