Nachfrage nach eBook Readern im stationären Buchhandel sehr gering

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In den letzten Tagen haben sich die Erfolgsmeldungen am eBook Markt mit den weniger erfolgreichen die Waage gehalten bzw. laufend abgewechselt. Während die E Ink Holding den Umsatz im Januar steigern konnte, eBook.de ein eBook-Rekordjahr hinter sich hat und Amazon rund 20 Prozent des deutschen Buchmarktes kontrolliert, mussten Thalia und die Tochter Buch.de Verluste einstecken. [...]


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SPF30

Technikfan
mich wundert das gar nicht. einerseits stimmt das angebot vor ort nicht, andererseits das auf den geräten. ich habe einen pb touch und einen kindle paperwhite. von der bedienbarkeit liegen da welten dazwischen. das lieg aber weniger am pb touch als an dem ganzen drm blödsinn. als kunde muss man sich mit diesem unsinn rumschlagen, während man bei amazon aber einfach loslegen kann. das ist für die meisten leute sicher eine enorme hürde. warum der buchhandel nicht von der musikindustrie lernt, bleibt mir ein rätsel.
 

firstmattheo

New member
Mir ist gleich wo meine Kunden Ihr Gerät gekauft haben. Ich hoffe einfach durch Angebot und persönliche Beratung Inhalte verkaufen zu können.


Das Bedienkonzept von A. ist tatsächlich ideal, wenn man aber seinen Kunden anbietet die gesamte DRM Einrichtung zu übernehmen, dreht sich das Rad.
Viele Kunden möchten im Buchhandel kaufen, doch man macht es Ihnen nicht leicht.


Interessiert sich der Buchhändler fürs Thema hat es der Kunde leicht wenn nicht schießt sich der Buchhändler selbst ins Knie.


Mein Aufruf an alle Buchhändler: kauft Euch einen Reader und werdet Buchhändler nicht Printbuchhändler.
 

sento

New member
Die Umfrage klingt aber nach Kleinunternehmen und Inhabergeführten Buchhandlungen. Da würde ich mir als Besitzer nicht einmal die Mühe machen einen Reader auszustellen. Beraten nur wenn man darauf angesprochen wird. Die dortige Klientel ist nicht sonderlich Readerfreundlich. Des Weiteren marginalisieren sie sich damit selbst, da sie kaum über die Inhalte verdienen können.
 

Chalid

Administrator
Teammitglied
Hier noch die Daten von Buchreport zu den Unternehmensgrößen:
56% Buchhandlungen bis zu 500000 Euro
20% 500000 bis zu 1 Mio Euro
12% 1 bis 3 Mio Euro
5% mehr als 3 Mio Euro
7% keine Angaben.


Also ja, zum größten Teil kleine Buchhändler.


Aber auch wenn man das Klientel dort als Reader-unfreundlich wahrnimmt, dann muss man sich schon wundern, warum die Buchhandlungen sich über Kundenabgänge wundern. Die 5 verkauften Geräte haben sich übrigens auf Unternehmen beschränkt, die auch wirklich eBook Reader im Sortiment haben. Das sind in der kleinsten Gruppe sowieso nur rund 50 Prozent.


Aber ich sehe das wie firstmattheo. Wenn die Beratung stimmt, dann kauft man sich das Gerät eben sehr wohl vor Ort. Vielleicht nicht am gleichen Tag, aber eben schon beim eigenen Händler. Das Problem ist halt, dass die befragten Buchhändler selbst bemängeln, dass der Beratungsaufwand zu hoch ist. Da blendet man wohl aus, dass die Beratungen bestensfalls in einem Kauf von Gerät und zukünftig hoffentlich auch von eBook beim Händler selbst führen.


Aber das Problem ist hier in meinen Augen eben, dass man bei einem so gekauften Reader nicht so einen einfachen Zugang zum eBook-Shop des Buchhändlers hat, wie z.B. bei Amazon. Da sollte die Ersteinrichtung optimalerweise beim Buchhändler erfolgen, damit die erste große Hürde genommen ist und die Kunden auch wirklich dabei bleiben.
 

sento

New member
Aber das Problem ist hier in meinen Augen eben, dass man bei einem so gekauften Reader nicht so einen einfachen Zugang zum eBook-Shop des Buchhändlers hat, wie z.B. bei Amazon. Da sollte die Ersteinrichtung optimalerweise beim Buchhändler erfolgen, damit die erste große Hürde genommen ist und die Kunden auch wirklich dabei bleiben.
Das ist der Knackpunkt. Eine Inhabergeführte Buchhandlung macht beim Verkauf eines Readers einen einmaligen Gewinn, aber verliert den Kunden zumindest teilweise an die großen Onlineplattformen, da er seinen Shop nicht integrieren kann.
Genannt wurden auch Kinderkrankheiten. Viele Reader haben ihre Macken. Wenn man mal Kobo nimmt, oder bei den beleuchteten die leuchtenden Lichtpixel, bzw. das Problem mit dem Kopierschutz. Hier muss der Buchhändler dann Zeit in Beratung investieren bzw. Gewähleistungsansprüche erfüllen, ohne dass ein entsprechender Gewinn erreicht wird.


Ich sähe daher aus Sicht einer Buchhandlung keinen Grund die Reader anzubieten, mir die ganzen Probleme aufzuhalsen, wenn der eigentliche Gewinn am Ende von eBook.de oder Thalia.de gemacht wird.
 
G

Gast

Guest
Das ganze scheint mir ein vielschichtiges Problem zu sein, manches wurde hier schon gesagt. Für mich ausschlaggebend war: 1. PRS-T2 war beim Onlinekauf um € 30,- günstiger, 2. Kobo gab es anfangs im stationären Handel gar nicht, und gibt es aktuell derzeit (in Ö) auch nur im Elektronikhandel. Die Buchhandlungen haben den neuen Zug schlicht verschlafen oder glauben immer noch, dass sich das eh nicht durchsetzen wird. Aber das dachte man ja vor etlichen hundert Jahren vom Kaffee auch.
Das Angebot der Buchhandlungen zu e-Reader ist mE einfach zu klein (wenn überhaupt vorhanden), die Preise meist gegenüber dem Elektronikhandel zu hoch.
Ergo: in meiner gesamten Familie (gemeint: inkl. Eltern und Onkel) gibt es mittlerweile insgesamt 8 e-Reader, aber kein einziger wurde im stationären Buchhandel gekauft.
 

JulesWDD

Active member
Mir ist gleich wo meine Kunden Ihr Gerät gekauft haben. Ich hoffe einfach durch Angebot und persönliche Beratung Inhalte verkaufen zu können.


Das Bedienkonzept von A. ist tatsächlich ideal, wenn man aber seinen Kunden anbietet die gesamte DRM Einrichtung zu übernehmen, dreht sich das Rad.
Viele Kunden möchten im Buchhandel kaufen, doch man macht es Ihnen nicht leicht.


Interessiert sich der Buchhändler fürs Thema hat es der Kunde leicht wenn nicht schießt sich der Buchhändler selbst ins Knie.


Mein Aufruf an alle Buchhändler: kauft Euch einen Reader und werdet Buchhändler nicht Printbuchhändler.

Sie haben Recht! Wenn die Buchhändler den Kunden auch in technischer Hinsicht zur hand gingen, könnte dem große A Paroli geboten werden. Ich schätze ein, dass gerade einige ältere Buchleser/ eBook Leser/ potentielle eBook Leser nicht wirklich so technikaffin sind und deswegen das Modell A als sehr komfortabel und praktisch ansehen - was es ja auch ist.


Ich erlebe es allerdings schon auch gelegentlich in Buchhandlungen, dass die Beratungsgespräche hinsichtlich eBook Reader eher holprig ablaufen. Ich meine, wie soll ich das denn jemandem vernünftig erklären, wenn das irgendwie auf einem kleinen Tischchen päsentiert wird und nicht mal ein PC oder Laptop zum Zwecke der Präsentation dabei steht.


Wie gesagt: Ich bin kein Buchhändler, sondern "nur" Kunde, habe also meine ganz subjektive Sicht der Dinge, aber ich meine schon, dass manchmal ein bisschen weniger jammern und ein bisschen mehr Innovation, Idee, Kundenservice etc besser wäre - das gilt übrigens nicht nur für diesen Bereich.
 

Krimimimi

New member
Ich habe mir vor einigen Wochen ein Bookeen Frontlight in einer Thalia- Filiale angeschaut. Der Mitarbeiter hatte echt Ahnung von dem Gerät, da hätte jeder Mediamarkt oder Saturn- Mitarbeiter einpacken können.
 
Ich habe mir vor einigen Wochen ein Bookeen Frontlight in einer Thalia- Filiale angeschaut. Der Mitarbeiter hatte echt Ahnung von dem Gerät, da hätte jeder Mediamarkt oder Saturn- Mitarbeiter einpacken können.
Hallo,
das ist ja auch kein Kunststück wenn man nur über "seine" Geräte Bescheid wissen muß. Im Elektronikfachhandel, wo Geräte von verschiedenen oder am besten von allen Anbietern zu Auswahl stehen (sollten), ist es schon etwas aufwändiger, sich mit allen Spezifika auszukennen.


Allerdings bin ich der Meinung, daß da viel nutzloses Gejammer aufkommt.
Der Buchhandel ist nicht mein bevorzugter Ort um technische Geräte zu kaufen. Da will ich Bücher kaufen und fertig ist der Lack.
Und da ich halt auf eBooks umgestiegen bin hat der Händler vor Ort bedauerlicherweise das Nachsehen. Das kann er maximal ändern, wenn er sich ein Konzept einfallen läßt mit dem er besser ist als der Internethandel, oder zumindest gleich. Der Buchhandel wäre nicht die erste Branche, die durch den Internethandel Abstriche hinnehmen muß(te).


Was den Reader betrifft kann der Buchhändler gar nicht den Service bieten. Ich suche mein Gerät im Web anhand von Testberichten und Kritiken (z. B. Foren wie hier) aus und schaue dann nach, wo ich es halbwegs günstig bekomme.
Das kann der rote Technikmarkt vor Ort sein, der Onlinehändler oder, oder, oder...


Und die Bücher? Klar wird da noch in der Buchhandlung gestöbert. Aber aus Platzgründen (ich weiß nicht mehr wohin mit den gedruckte Ausgaben) bleibt der Kauf im Buchhandel auf die Bücher beschränkt, die auf dem eReader nicht oder nur mit Abstrichen gelesen werden könnten oder gar nicht als eBooks heraus gegeben werden.


Die DRM-Sperre spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Aber das ist ein anderes Thema.
 
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