R.Bote
Buchschaffender
Klappentext:
Neven Subotićs Buch ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit im abgehobenen System Profifußball und in einer globalisierten Welt.
Als Nevens Familie in den 90er-Jahren in Deutschland die Abschiebung drohte, flohen sie in die USA. Mit 17 kam er wieder, um Fußballprofi zu werden. Mit Borussia Dortmund wurde er Meister, er erlebte Nächte des Rauschs, fuhr schnelle Autos, hatte ein riesiges Haus – aber auch immer mehr Zweifel und Scham. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere entschied er, seine Leidenschaft und sein Geld denen zu widmen, die ein Leben im anderen Extrem führen müssen: Heute ermöglicht seine Stiftung Menschen in Äthiopien Zugang zu sauberem Wasser.
Die Geschichte eines Sportlers, der zum gesellschaftspolitischen Aktivisten wurde. Und eine beeindruckende Lebensgeschichte.
Über die Autoren (Quellen: Wikipedia, Amazon):
Neven Subotić ist ein ehemaliger Fußballprofi, der in Deutschland für Mainz, Dortmund, Köln und Union Berlin aktiv war. Er wurde 1988 in Banja Luka, Bosnien-Herzegovina (damals noch Jugoslawien) geboren, verbrachte aber, nachdem seine Eltern mit ihm und seiner Schwester vor dem heraufziehenden Krieg geflohen waren, große Teile seiner Kindheit in Deutschland und die Jugend in den USA. Er durchlief die Jugend-Nationalmannschaften der USA, lief als A-Nationalspieler jedoch für Serbien auf. Noch während seiner aktiven Karriere gründete er 2012 die Neven-Subotić-Stiftung, die den Bau von Brunnen in Ostafrika organisiert und finanziert.
Sonja Hartwig, geboren 1985, schreibt Bücher, Reportagen und Portraits zu individuell und gesellschaftlich existenziellen Themen.
Persönlicher Eindruck:
Neven Subotić schildert in seiner Autobiografie, unterstützt von Sonja Hartwig, seine persönliche Geschichte mit einem besonderen Fokus darauf, wie er dazu kam, sich in Afrika - hauptsächlich Äthiopien - zu engagieren, und was das Engagement mit ihm gemacht hat. Wer also spannende Fakten über den Fußballer erwartet, wird das Buch enttäuscht zur Seite legen. Während mich das nicht so sehr gestört hat, fand ich es schade, dass auch der Kern seinen Engagements, die Arbeit vor Ort in Äthiopien, später auch Kenia und Tansania, vergleichsweise kurz abgehandelt wird. Das mag darin begründet sein, dass er nicht selbst die Löcher aushebt und die Brunnenwände mauert, trotzdem hätte er dazu mehr zu sagen gehabt, wenn er gewollt hätte. Insofern ist mir sein Fokus auf die persönliche Entwicklung und die immer wiederkehrende Frage: Tue ich genug? zu eng gefasst. Die Entwicklung, die ihn geprägt hat, ist trotzdem nicht unspannend zu lesen.
Stilistisch ist das Buch recht leicht wegzulesen, allerdings wiederholt sich für meinen Geschmack die Kernaussage zu oft.
Fazit:
Spannende Aspekte, aber mit zu engem Fokus, und definitiv kein Fan-Artikel.
Neven Subotićs Buch ist ein Appell für mehr Gerechtigkeit im abgehobenen System Profifußball und in einer globalisierten Welt.
Als Nevens Familie in den 90er-Jahren in Deutschland die Abschiebung drohte, flohen sie in die USA. Mit 17 kam er wieder, um Fußballprofi zu werden. Mit Borussia Dortmund wurde er Meister, er erlebte Nächte des Rauschs, fuhr schnelle Autos, hatte ein riesiges Haus – aber auch immer mehr Zweifel und Scham. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere entschied er, seine Leidenschaft und sein Geld denen zu widmen, die ein Leben im anderen Extrem führen müssen: Heute ermöglicht seine Stiftung Menschen in Äthiopien Zugang zu sauberem Wasser.
Die Geschichte eines Sportlers, der zum gesellschaftspolitischen Aktivisten wurde. Und eine beeindruckende Lebensgeschichte.
Über die Autoren (Quellen: Wikipedia, Amazon):
Neven Subotić ist ein ehemaliger Fußballprofi, der in Deutschland für Mainz, Dortmund, Köln und Union Berlin aktiv war. Er wurde 1988 in Banja Luka, Bosnien-Herzegovina (damals noch Jugoslawien) geboren, verbrachte aber, nachdem seine Eltern mit ihm und seiner Schwester vor dem heraufziehenden Krieg geflohen waren, große Teile seiner Kindheit in Deutschland und die Jugend in den USA. Er durchlief die Jugend-Nationalmannschaften der USA, lief als A-Nationalspieler jedoch für Serbien auf. Noch während seiner aktiven Karriere gründete er 2012 die Neven-Subotić-Stiftung, die den Bau von Brunnen in Ostafrika organisiert und finanziert.
Sonja Hartwig, geboren 1985, schreibt Bücher, Reportagen und Portraits zu individuell und gesellschaftlich existenziellen Themen.
Persönlicher Eindruck:
Neven Subotić schildert in seiner Autobiografie, unterstützt von Sonja Hartwig, seine persönliche Geschichte mit einem besonderen Fokus darauf, wie er dazu kam, sich in Afrika - hauptsächlich Äthiopien - zu engagieren, und was das Engagement mit ihm gemacht hat. Wer also spannende Fakten über den Fußballer erwartet, wird das Buch enttäuscht zur Seite legen. Während mich das nicht so sehr gestört hat, fand ich es schade, dass auch der Kern seinen Engagements, die Arbeit vor Ort in Äthiopien, später auch Kenia und Tansania, vergleichsweise kurz abgehandelt wird. Das mag darin begründet sein, dass er nicht selbst die Löcher aushebt und die Brunnenwände mauert, trotzdem hätte er dazu mehr zu sagen gehabt, wenn er gewollt hätte. Insofern ist mir sein Fokus auf die persönliche Entwicklung und die immer wiederkehrende Frage: Tue ich genug? zu eng gefasst. Die Entwicklung, die ihn geprägt hat, ist trotzdem nicht unspannend zu lesen.
Stilistisch ist das Buch recht leicht wegzulesen, allerdings wiederholt sich für meinen Geschmack die Kernaussage zu oft.
Fazit:
Spannende Aspekte, aber mit zu engem Fokus, und definitiv kein Fan-Artikel.