Sparkassen-Kindle-Gewinnspiel sorgt für (gerechtfertigten?) Ärger

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Ein Oster-Gewinnspiel der Sparkassen hat harmlos begonnen, zog aber schnell den Ärger verschiedener Buchhändler und des Buy Local Vereins auf sich. Die Rede ist von einer Verlosung von drei Kindle eBook Readern und passenden Buchgutscheinen. Bei der Kritik stand vor allem der Aspekt der regionalen Verantwortung der Sparkassen im Vordergrund, welcher durch die "Förderung" der [...]


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Georg

Guest
Natürlich ist die Sache reichlich \"lächerlich\" und viele am Markt beteiligten kochen ihr eigenes Süppchen.


Bezogen auf die im Artikel gestellte Frage:
\"Wo hört dieser Feldzug gegen Amazon auf?\"


Vielleicht da und dann, wenn Amazon endlich nicht nur die Infrastruktur in den entsprechenden Ländern (nahezu kostenlos) nutzt, den finanzierenden Steuerzahlern, der Allgemeinheit also, gleichzeitig aber mit allen erdenklichen Tricks die normalerweise zu zahlende Steuereinnahmen vorenthält.
 
D

Dirk

Guest
Zitat Chalid:
\"Thalia mitsamt des Douglas-Mutterkonzerns gehört nämlich zur Mehrheit dem US-Finanzinvestor Advent International. Damit fließt das Geld letztendlich genauso in die USA wie bei Amazon.\"


???
Meines Wissens benutzt Thalia, anders als Amazon kein \"Luxemburger Modell\" um Steuern \"legal\" zu hinterziehen, oder?
 

JulesWDD

Active member
Vielleicht da und dann, wenn Amazon endlich nicht nur die Infrastruktur in den entsprechenden Ländern (nahezu kostenlos) nutzt, den finanzierenden Steuerzahlern, der Allgemeinheit also, gleichzeitig aber mit allen erdenklichen Tricks die normalerweise zu zahlende Steuereinnahmen vorenthält.

Das sind keine Steuertricks, sondern das ist die Steuergesetzgebung. Was soll denn bitte der Vorstand, die Geschäftsführung eines Unternehmens machen, als die Steuergestaltung zu wählen, die für das von ihm geführte Unternehmen die günstigste ist? Also: Besser auf den richtigen mit den Finger zeigen, nämlich auf die diversen Steuergesetzgeber.
 

JulesWDD

Active member
Zitat Chalid:
"Thalia mitsamt des Douglas-Mutterkonzerns gehört nämlich zur Mehrheit dem US-Finanzinvestor Advent International. Damit fließt das Geld letztendlich genauso in die USA wie bei Amazon."


???
Meines Wissens benutzt Thalia, anders als Amazon kein "Luxemburger Modell" um Steuern "legal" zu hinterziehen, oder?

Woher wissen Sie denn das?
 

JulesWDD

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Sie haben die Fragezeichen überlesen. 😉

Nein habe ich nicht. Was sollen denn die Fragezeichen eine Zeile vor dem Satz bedeuten? Sie schreiben "Meines Wissens", deswegen bin ich davon ausgegangen, Sie wüßten es. Und da hätte mich eben interessiert, woher Sie das wissen.
 

Chalid

Administrator
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Zitat Chalid:
"Thalia mitsamt des Douglas-Mutterkonzerns gehört nämlich zur Mehrheit dem US-Finanzinvestor Advent International. Damit fließt das Geld letztendlich genauso in die USA wie bei Amazon."


???
Meines Wissens benutzt Thalia, anders als Amazon kein "Luxemburger Modell" um Steuern "legal" zu hinterziehen, oder?

Abgesehen davon, dass ich keinen genauen Einblick in die Geschäftstätigkeiten von Amazon und Thalia habe - was hat das eine mit dem anderen zu tun?


Thalia ist nicht in deutscher Hand, Amazon auch nicht. Der Tolino Shine von Thalia unterstützt den deutschen Buchhandel also genauso wenig wie der Kindle. Darauf wollte ich hinaus.


Von Steuerhinterziehung kann außerdem nicht die Rede sein. Amazon nutzt völlig legale Mittel die WIR ihnen zur Verfügung stellen. Auch wenn ich eine sozial faire Geschäftspraktik vorziehe, halte ich es für völlig verfehlt Amazon hier an den Pranger zu stellen. Die Politik stellt die Weichen für solche Vorgehensweisen, nicht Amazon. Dass die Möglichkeiten ausgenutzt werden, liegt in der Natur des Finanzmarktes. Will man das ändern, muss man am Wahltag das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen ...
 
G

Georg

Guest
Das sind keine Steuertricks, sondern das ist die Steuergesetzgebung. Was soll denn bitte der Vorstand, die Geschäftsführung eines Unternehmens machen, als die Steuergestaltung zu wählen, die für das von ihm geführte Unternehmen die günstigste ist? Also: Besser auf den richtigen mit den Finger zeigen, nämlich auf die diversen Steuergesetzgeber.

Dieses "schwarzer Peter Spiel" interessiert mich als Steuerzahler herzlich wenig, wenn ich ein Unternehmen bezüglich seiner selbstgewählten steuerrechtlichen Aufstellung beurteile.
 

JulesWDD

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Dieses "schwarzer Peter Spiel" interessiert mich als Steuerzahler herzlich wenig, wenn ich ein Unternehmen bezüglich seiner selbstgewählten steuerrechtlichen Aufstellung beurteile.

Ich weiß erstens nicht, was Sie unter "Schwarzes Peter Spiel" verstehen und habe zweitens bestimmt nicht behauptet, dass es Sie interessieren muss. Natürlich ist es einfacher, seine Vorurteile zu pflegen, als sich zu informieren; aber das darf jeder machen, wie er möchte, wir sind ja ein freies Land. Ja, und natürlich dürfen Sie persönlich auch mehr Steuern zahlen, als Sie müssen; das machen Sie ja wahrscheinlich auch ...
:cool:
... ?!
 
U

Unregistriert

Guest
Dieses "schwarzer Peter Spiel" interessiert mich als Steuerzahler herzlich wenig, wenn ich ein Unternehmen bezüglich seiner selbstgewählten steuerrechtlichen Aufstellung beurteile.

das kann man natürlich machen, aber wirklich zielführend ist das nicht. jedes auf unternehmen, welches auf gewinn orientiert ist, wird alle erdenklichen möglichkeiten nutzen um steuern zu sparen und gewinne zu maximieren. das ist doch völlig normal. wieso gerade amazon hier so angefeindet wird, wundert mich immer wieder. will man etwas an dieser praxis ändern, muss man die politiker aktivieren und entsprechend intervenieren.
 
D

Dirk

Guest
Von Steuerhinterziehung kann außerdem nicht die Rede sein. Amazon nutzt völlig legale Mittel die WIR ihnen zur Verfügung stellen. Auch wenn ich eine sozial faire Geschäftspraktik vorziehe, halte ich es für völlig verfehlt Amazon hier an den Pranger zu stellen. Die Politik stellt die Weichen für solche Vorgehensweisen, nicht Amazon.

Für mich persönlich ist und bleibt es Steuerhinterziehung. Ob und dass dieses legal ist interessiert mich nicht und eine Politik, die das züläßt beurteile ich in diesem Punkt ähnlich negativ!


Selbstverständlich gehören Unternehmen "an den Pranger", welche diese von der Politik und den Lobbyverbänden ermöglichten Schlupflöcher ausnutzen!
 

Chalid

Administrator
Teammitglied
Selbstverständlich gehören Unternehmen "an den Pranger", welche diese von der Politik und den Lobbyverbänden ermöglichten Schlupflöcher ausnutzen!

Also ich würde da die Gesetzgeber und Initatoren kritisieren, nicht das Unternehmen, welches sich rechtlich in dieser Hinsicht nichts vorzuwerfen hat. Der Finanzmarkt agiert eben nicht auf soziale Bedürfnisse, sondern auf Gewinnmaximierung ausgerichtet.
 

SPF30

Technikfan
wie lächerlich ist diese hetze gegen die sparkassen bitte? 😆


da muss der hass gegen amazon wirklich tief sitzen. DREI !! geräte werden verlost (aus eigener tasche) und da steigt man gleich auf die barrikaden. vielleicht sollte man sich mal überlegen weshalb die leute lieber bei amazon kaufen, als beim händler ums eck.


letztens habe ich mir eine neue maus für den pc gekauft und wollte sie bei der örtlichen media markt filiale holen. da wollte man allen ernstes fast 50 prozent mehr dafür haben als amazon (statt 50€, 73€). bei allem verständnis für gewinnmargen, aber das ist einfach lächerlich. amazon muss auch gewinn machen und verkauft die artikel nicht zum einkaufspreis.


vorallem aber kann ich die ware bei amazon immer problemlos und ohne irgendwelches theater zurückgeben, während man im örtlichen handel zu 99 prozent rumstreiten muss, weil die ware schon geöffnet wurde. ich zahle offline gerne 10 prozent bis 20 prozent mehr, wenn ich den gleichen service erwarten kann. bisher wurde ich dahingehend aber immer enttäuscht.


bevor man also immer auf die anderen zeigt, sollte man sich vielleicht selbst mal an der nase packen und überlegen was man besser machen könnte.
 
D

Dirk

Guest
Also ich würde da die Gesetzgeber und Initatoren kritisieren, nicht das Unternehmen, welches sich rechtlich in dieser Hinsicht nichts vorzuwerfen hat. Der Finanzmarkt agiert eben nicht auf soziale Bedürfnisse, sondern auf Gewinnmaximierung ausgerichtet.

Diesbezüglich unterscheiden wir uns. Ich kritisiere sowohl die Politik, als auch die ausnutzenden Unternehmen, denn vor die Wahl kann ich als Konsument zumindest versuchen da einzukaufen, wo der Allgemeinheit nicht durch irgendwelche gefundenen Steuerschlupflöcher Einnahmen entzogen werden.
 
D

Dirk

Guest
wie lächerlich ist diese hetze gegen die sparkassen bitte? 😆
Diese "Hetze" ist so lächerlich, wie etwas nur lächerlich sein kann, hat aber Unterhaltungswert!
Der Ursache ist sicherlich im Jagdfieber begründet, mit dem die Sau durchs Dorf getrieben wird...
Ich finde die "Amazon-Sau" hält sich ganz gut, zumindest habe ich sie noch wenig quieken gehört.
 

JulesWDD

Active member
Schwarzer Peter: Wer ist der "böse Junge", die Politik, oder Amazon?
😉



Das ist doch bestenfalls Kindergartenniveau: Es geht nicht um "Schwarze Peter" oder "Böse Buben", es geht darum, ob sich ein Unternehmen gemäß den steuerlichen Rahmenbedingungen verhält - das tut Mazon - und wer diese Rahmenbedingungen geschaffen hat und ggf wieder ändern kann - das sind die nationalen Parlamente, vulgo der Gesetzgeber.
 
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