Lest ihr Selfpublisher?

ebooker

New member
Wieso? Diese Autoren, die nicht euren Qualitäts-Maßstäben entsprechen, bekommen doch garantiert eine schlechte Rezension und werden nicht gekauft - dann ist das Problem doch gelöst?
:cool:

Nö. Auf die Amazon-Rezensionen kann man sich nicht verlassen. Die werden von Freunden oder Autorenkollegen verfasst.


Gesendet mit meinem C64
 

passionelibro

New member
Nö. Auf die Amazon-Rezensionen kann man sich nicht verlassen. Die werden von Freunden oder Autorenkollegen verfasst.


Gesendet mit meinem C64

Also ich bin da mittlerweile auch sehr vorsichtig geworden, denn wie Du schreibst, sind da einige Rezensionen, die eben nicht unbedingt ganz neutral verfasst wurden. Das ist ja inzwischen auf vielen Portalen so, die mit Kundenbewertungen arbeiten. Da sitzen ganze Teams den lieben langen Tag vor dem Computer und beurteilen positiv Dinge, die sie überhaupt nicht kennen oder diskutieren in Foren, um bestimmte Produkte zu forcieren oder üben Kritik bei der Konkurrenz, obwohl sie es gar nicht ausprobiert haben ...


Bei Buchrezensionen bleibe ich lieber auf Leserportalen und Buchblogs und bei Selfpublishern lohnt sich auf jeden Fall der Blick ins Buch zum Anlesen, falls möglich. Wenn es da einem schon unangenehm auffällt (Grammatik und/oder Rechtschreibung), kann man gleich die Finger davon lassen 🙄
 

MASA

New member
Hallo zusammen!


Ich bin ebenfalls Selfpublisher und habe deshalb die Diskussion hier mit Interesse gelesen.
Es stimmt, dass auf dem Weg des Selfpublishing Berge an Müll auf den Markt geworfen werden und dadurch die lesenswerten Veröffentlichungen in der Masse untergehen. Ich verstehe dann auch, dass es den Lesern schnell an der Motivation fehlt, um sich auf die mühevolle Suche nach Qualität zu machen.


Eigentlich sollte es die Funktion der Rezensionen sein die Spreu vom Weizen zu trennen, aber wie hier schon richtig bemerkt wurde, wird bei den Rezensionen enorm manipuliert. Erst vor kurzem habe ich wieder ein Buch bei Amazon gesehen, von einem mehr oder weniger unbekannten Autor, das schon nach wenigen Tagen über 30 Rezensionen hatte. Das ist dann ganz klar ein Netzwerk, das aktiviert wird, um schnell ein paar schöne Sterne zu bekommen...


Es sollte einen unabhängigen \'Filter\' geben, um gute Bücher von den schlechten trennen zu können. Natürlich gibt es viele Websites und blogs, auf denen Bücher besprochen und rezensiert werden, aber ob die objektiver sind als die Amazon-Sterne?


Kennt hier jemand eine Website, auf der unabhängig, objektiv und systematisch Bücher unter die Lupe genommen werden?
Damit meine ich Websites, denen man sein Buch nicht anbieten kann, um es rezensieren zu lassen (denn dann bekommt man wieder ein gefärbtes Ergebnis), sondern die selbst Bücher auswählen und nach den gleichen Kriterien bewerten. Es gibt sicher einige allgemeingültige Kriterien, die man auf jedes Buch anwenden kann, wie z.B. die Anzahl an Rechtsschreibfehlern oder auch einfach Tippfehlern.
So eine Seite fände ich interessant! Vielleicht sollte ich die einfach selbst starten. 😉


Gruß,
MASA
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Krimimimi

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Kennt hier jemand eine Website, auf der unabhängig, objektiv und systematisch Bücher unter die Lupe genommen werden?

Meinst du vielleicht so etwas wie Quindie
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Wenn ich ehrlich bin, habe ich aber noch nie ein Buch, welches das Quindie Qualitätssiegel bekommen hat, gelesen. Eine der Initiatorinnen Susanne Gerdom war mal aktiv bei lesen.net, aber in letzter Zeit habe ich weder Beiträge von ihr noch irgendwelche Infos zu Quindie gelesen.
 

MASA

New member
Krimimimi


GENAU das meinte ich! 😉
Vielen Dank für den Tipp. Habe eben nur kurz in den \"Über uns\" Teil auf
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reingelesen, und dort wird ja mehr oder weniger genau das beschrieben, was hier gerade geposted hatte. Da sieht man mal wieder, dass es jede Idee (wahrscheinlich) schon einmal gab 😉
 

Krimimimi

New member
Ich bin ja keine Autor, aber ich meine einmal gelesen zu haben, dass es ziemlich schwer ist, bei Quindie unterzukommen, also dass die deine Ebooks lesen und bewerten. Das ist ja auch eine zeitaufwändige Sache, wenn sie es gut machen wollen. Ich stelle mir vor, dass es ähnlich schwierig ist, wie bei einem Verlag unterzukommen.
 

woman212

New member
Durch eine BookTuberin bin ich auf eine Selfpublisherin aufmerksam gemacht. Seitdem lese ich jedes Buch von Any Cherubim. Es macht mir einfach Spaß Ihre Bücher zu lesen und diesen habe ich nicht immer bei noch so bekannten Autoren!
 

MASA

New member
Das ist ganau das Problem. Ich finde auch, dass einige etablierte Autoren gar nicht so toll sind; es vielleicht einmal waren und dann schwer nachgelassen haben. Wie auch immer, bei den Indies gibt es schon einige Perlen, nur muss man sie eben finden. Und das sollte einem irgendwie einfacher gemacht werden.


Ich habe mein Buch jetzt mal bei Qindie angemeldet 😉 mal sehen was passiert.
Ich wage mich zwar nicht als eine jener eben erwähnten Perlen zu bezeichnen, aber habe mir zumindest viel Mühe gegeben, mein Buch von hässlichen Fehlern zu säubern.
Selbst wenn ich bei Qindie abgelehnt werden sollte, hoffe ich dann auf eine Begründung; auch die kann sehr hilfreich sein, um die eigene Qualität zu verbessern.
 

Krimimimi

New member
Ich lese sehr selten Selfpuplisher. Zum einen weil es mir meist nicht gelungen ist, die Perlen zu finden. Zu anderen, weil sehr viele Selbstpublizierer nur bei Amazon veröffentlichen und ich keine Ebooks mehr bei Amazon kaufen möchte.
 
Hallo,


ich habe die Diskussion hier interessiert gelesen. Ich bin im Moment eher ein light-Selfpublisher. Ich habe eine kleine Kurzgeschichten-Sammlung herausgegeben, allerdings werden mehrere Kurzgeschichten und ein Roman von mir in Kürze bei Verlagen veröffentlicht.
Bei meiner Kurzgeschichten-Sammlung habe ich mir ein professionelles Lektorat gesucht, nicht aus dem Grund, dass es mir an Kenntnissen der Rechtschreibung mangelt - sondern damit die Geschichte runder wird und mögliche Flüchtigkeitsfehler ausgemerzt werden. Natürlich habe auch ich am Anfang überlegt: Brauche ich das wirklich? Weil das Geld, dass es für meine drei Kurzgeschichten kostet, kriege ich natürlich damit nicht wieder rein. Dann habe ich mir aber die Leseproben von anderen Selfpublishern angeschaut und mich fast schon geschämt, weil teilweise so viele Rechtschreibfehler darin zu finden waren, oder die Sätze überhaupt keinen Sinn ergeben haben, sodass es für mich nur die Entscheidung zum Lektorat gab. Es wäre mir unangenehm, etwas zu verkaufen, das nur eine mittelmäßige Qualität hat.
Daher kann ich völlig verstehen, wenn man keine Bücher von Selbstverlegern liest, denn zumeist fehlt tatsächlich der professionelle Anspruch an das Werk.


Viele Grüße 😉
 

R.Bote

Buchschaffender
Ich lese Selfpublisher, und manchmal merke ich es nicht mal. Wenn ich nach Büchern stöbere, dann schaue ich mir die Inhaltsangabe an, das Cover, die Leseprobe, wenn es eine gibt, und entscheide dann, ob die Geschichte mich reizt. Der Preis spielt insofern eine Rolle, als dass ich für eine Geschichte, die mich wirklich reizt, auch bereit bin, mehr zu zahlen als für eine, wo der Anreiz nicht so groß ist und vielleicht sogar leichte Zweifel bestehen. Der Verlag/Distributor juckt mich in dem Moment überhaupt nicht.
Und nicht nur, weil ich selbst Selfpublisher bin: Wenn mir eine Geschichte insgesamt gefällt, dann sehe ich über die eine oder andere Schwäche gerne hinweg, das gilt sowohl für Rechtschreibung und Grammatik, als auch für unglückliche Formulierungen und kleinere inhaltliche Fehler.
 

farbgrafik

New member
ich lese gerne und viel Selfpublisher - da habe ich schon einige frische Ideen und gute Schreibstile gefunden. Über Tippfehler lese ich hinweg - solange sie für mich Tippfehler sind und ich nicht das Gefühl habe, da kommt jemand mit unserer Sprache nicht zurecht. Manchmal wünsch ich mir, dass man korrigieren und an den Autor die Korrektur zurückschicken könnte, als Danke für die preiswerte (oft kostenlose) und gute Lektüre.
 

Martina Schein

Freizeit-Nerd-Grufti
Manchmal wünsch ich mir, dass man korrigieren und an den Autor die Korrektur zurückschicken könnte, als Danke für die preiswerte (oft kostenlose) und gute Lektüre.
Das habe ich schon mehrfach gemacht - und nicht nur hinsichtlich von Tippfehlern. Manche eBooks schauen bezüglich der Formatierung ebenso grausig aus, wie manche von Verlagen.


Teilweise habe ich den Eindruck, dass beim Hochladen zu den Distibutoren - welche auch immer das sind - auch nicht immer so alles glatt geht. Von einem Autor habe ich bspw. mal die Word-Datei bekommen. Die sah nach dem Umwandeln in ePub ganz passabel aus, das eBook, was ich gekauft hatte, jedoch ganz und gar nicht.
 

farbgrafik

New member
das kommt für mich dann mal mit auf die Liste von Dingen mit denen ich mir die Zeit vertreibe, wenn ich mal nicht mehr arbeite, allerdings dauert das noch ne Weile bis dahin...
 

Ignatia

Member
Ja ich lese gerne Selpublishing, warum auch nicht.
Da verstecken sich oft richtige Schätze bei. Zumeist bekomme ich diese Bücher von freunden oder anderen Bloggern empfohlen.


sandra
 

Martina Schein

Freizeit-Nerd-Grufti
Unter den Selfpublishern habe ich ebenfalls schon so einige Perlen gefunden, wie beispielsweise Klaus Seibel und Günther Klößinger.


Am Donnerstag habe ich das neueste Buch des Erstgenannten gekauft, lese aber erst noch den Krimi aus, an dem ich mich auch gerade erfreue.


Inwieweit man das vom eMail-Kontakt her sagen kann, finde ich Beide auch sehr nett.




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Ignatia

Member
Martina wie findest du sie denn? Empfehlung? Bestimmte Seiten?


ich bin z.B. bei rezi-suche.de angemeldet. Da bekomme ich jede Woche 2 Buchvorschläge und es befinden sich echt interessante Sachen dabei


Sandra
 

Martina Schein

Freizeit-Nerd-Grufti
Ignatia, häufig sind es Empfehlung oder auch Vorstellung zeitweise kostenloser eBooks, entweder hier über die Seite oder drüben beim Nachbarn lesen.net. Dann lese ich Bücher zuweilen auf persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten.


Manchmal finden die Autoren aber auch mich, wenn sie zum Beispiel fragen, ob sie mir ein eBook zwecks Rezension zuschicken dürfen. So war es bei Günther der Fall.


Auf speziellen Rezi-Seiten bin ich nicht angemeldet.
 

Jazzjunkee

New member
Wenn mich ein Thema interessiert lese ich die Leseprobe und bei Gefallen natürlich darüber hinaus... Denn es gibt sie, die Perlen unter den Selfpublishern. Man denke dabei nur an Nele Neuhaus´ \"Unter Haien\"! ☺
 

ben_4321

New member
Ich lese Selfpublisher, und manchmal merke ich es nicht mal. Wenn ich nach Büchern stöbere, dann schaue ich mir die Inhaltsangabe an, das Cover, die Leseprobe, wenn es eine gibt, und entscheide dann, ob die Geschichte mich reizt.

So mache ich es meistens auch - dadurch lese ich durchaus einige Selfpublisher, zb wenn ich bei amazon in den (Unter-)Kategorien schaue, die mich interessieren. Allerdings würde ich nicht mehr gezielt nach Selfpublishern suchen, da ist dann doch zu viel dabei, wo man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Aber ich bin gespannt wie sich der Markt in Deutschland entwickelt, und es ist für die Hobby-Autoren sicherlich ein schönes Gefühl, dass man ihr Buch offiziell kaufen kann, auch wenn das im Endeffekt vielleicht nur Freunde und Familie tun.
 
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