Danke für diesen Satz: \"Amazon ist immerhin längst eine direkte Anlaufstelle für Autoren geworden. Wird man die unabhängigen Autoren, welche bei Kindle Direct Publishing veröffentlichen auch bald an den Pranger stellen? Wo hört dieser Feldzug gegen Amazon auf?\"
Als Autor, der sowohl mit Verlagen als auch \"frei\" publiziert (d.h. bei Amazon-Kindle) möchte ich auf diese Möglichkeit nicht mehr verzichten. Bei den Verlagen herrscht zum Teil eine enorme Arroganz in Bezug auf die Werke von Autoren, Bücher werden einfach nicht mehr aufgelegt, obwohl die Auflage komplett verkauft wurde und die Medienresonanz riesig - und neue Titel auf den Markt zu bringen, wenn man nicht ständig medial präsent ist, ist fast unmöglich geworden. Hier bietet Amazon ein faire und demokratische Chance: Die Kunden entscheiden selbst, was sie lesen möchten, nicht der Verlag mit seinem Lektorat oder seinen Vertretern, auch nicht der Buchhändler - und wie zahlreiche Beispiele zeigen, ist die Qualität der \"freien Autoren\" beachtlich und wird von den Lesern mit Käufen honoriert.
Und noch etwas: Wenn ich jetzt als Autor ein Buch schreibe, weiß ich auch sicher, dass es veröffentlicht wird - \"früher\" (also in der Vor-Amazon-Zeit) fing nach Abschluss der Arbeit das Spießrutenlaufen und Betteln an - und wenn ich Glück (oder eine gute Agentin) hatte, fing dann ein oft wenig kompetenter Lektor an, mir am Titel oder sogar am Inhalt herumzubasteln und ein Jahr später hatte ich das Ergebnis in der Hand. Heute mache ich abends um 18 Uhr das Buch fertig und ab dem nächsten Morgen kann es weltweit gekauft werden - was für ein Unterschied! Ich brauche auch keine teure ISBN-Nummer etc. wie bei den \"Alternativen\" des \"Deutschen Buchhandels\", der selbst im E-Book-Bereich weiterhin sehr hohe Hürden aufbaut, um \"freie Autoren\" fernzuhalten. Wenn unter diesen Umständen der Markt entscheidet, dass eine neue Zeit angebrochen ist, soll mir das recht sein.