Amazon.de im Kreuzfeuer der Kritik, ein Kommentar [Video]

uhuh

New member
Sie sehen wirklich nicht das Chaid den "Fall ARD-AMAZON" in Bezug zu einem "Übergeordneten" stellt und diesbezüglich sogar spekulative Überlegungen ausführt und damit fokusbezogene Missstände relativiert (abschwächt)


Wie bewerten Sie die Passage:
"Fragwürdiger Zeitpunkt der Veröffentlichung"
in dieser Kolumne (Link deshalb weil...) :
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bitte erläutern sie, in welcher weise die mißstände durch diese spekulationen abgeschwächt werden.


im weiteren verlauf des artikels heißt es: "Die Liste der Unternehmen, welche man konsequenterweise meiden müsste, wenn man Amazon.de boykottiert, ließe sich so wohl beliebig fortsetzen. Macht das die weihnachtliche Leiharbeitersituation bei Amazon besser? Nein, natürlich nicht."


ich denke man sollte sich hier nicht nur darauf konzentrieren was man meint zwischen den zeilen zu lesen, sondern auch den fokus auf das tatsächlich geschriebene richten. auch in den kommentaren wurde das vorgehen amazons mehrmals verurteilt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
D

Dirk

Guest
bitte erläutern sie, in welcher weise die mißstände durch diese spekulationen abgeschwächt werden.

Ja,
diese "Spekulation" ist als solche (u.A.) ebenfalls in Chailids Relativierungen einzuordnen (siehe Ihre zitierte Relativierungs-Definition).




Doch, "leichte" Butter "bei die" wegschwimmenden Fische vor dem Schlafengehen:


Klar, Der ARD-Beitrag war auch reißerisch, aber scheinbar muß heutzutage mit der "Keule" geschwungen werden, damit Misstände wahrgenommen werden...
Wir sind diesbezüglich alle vielleicht etwas bequem, und abgestumpft geworden, wenn es uns nicht direkt betrifft. Artikel wie der von Chalid zum Amazon-Thema stoßen mir im Zusammenhang ziemlich übel.


Aber, ich lese hier (allesebook.de) gerne und freue mich über diese Seite, auch wenn ich hier mit der Darstellung von Amazon und dem Kindle (natürlich subjektiv) so meine Problemchen habe...


lg + gute N8
 

Oliver

ALLESebook.de | CME.AT
Heute hat ein Politiker sinngemäß im Radio gesagt (aber zur \"Steuerflucht\" von Amazon, lässt sich aber auch auf die Leiharbeitersituation umlegen):


Was Amazon hier tut ist vielleicht moralisch zweifelhaft, aber rechtlich in Ordnung. Unsere Gesetze sind dazu da um Recht von Unrecht zu unterscheiden und wenn wir hier der meinung sind dass dies nicht sein sollte, dann ist es die Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft dies mittels entsprechender Gesetze zu unterbinden.


Da man von Großkonzernen als seelenlose Maschinerien nicht erwarten kann dass diese (außer es wäre marketingtechnisch zu ihrem Vorteil - siehe CO2 Maßnahmen und Co) moralische Züge zeigen ist es an der Politik bzw. aomit n uns diese zu erzwingen.
 

Chalid

Administrator
Teammitglied
Um es jetzt nochmal unmissverständlich klar zu stellen:


Ich wollte mit meinem Artikel das moralische Fehlverhalten von Amazon in dieser Frage NICHT relativieren oder verharmlosen. Sollte das so rübergekommen sein, dann tut es mir leid, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe.


Ich stehe nach wie vor dazu, dass diese Dinge absolut zu verurteilen sind, sowohl von Amazon, als auch jedem anderen Konzern der Arbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen anstellt. Und genau das wollte ich mit meinem Artikel ausdrücken: Ich fordere Konsequenz bei der Verurteilung dieser Praktiken. Sie sollen nicht bei Amazon aufhören, sondern dort beginnen. Ich halte allerdings nichts davon, nur Amazon an den Pranger zu stellen, andere Unternehmen aber unerwähnt zu lassen. Das Unrecht ist nicht kleiner, nur weil die Produktion bereits genannter Konzerne weiter weg ist.
 
R

Realist

Guest
Nachdem die ganzen Gutmenschen jetzt wieder mit dem ethischen Baseballschläger schwadronieren, solltet Ihr Euch mal fragen unter welchen \"Bedingungen\" zum Beispiel Eure ach so geliebten Samrtphones, TVs, BluRay-Player, Notebooks, etc... hergestellt werden. Man wie blauäugig oder borniert muss eine Gesellschaft sein.....
 

knuves

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Ich finde es fast noch viel schlimmer, dass solche Riesenfirmen kaum oder gar keine Steuern in Deutschland bezahlen.Man könnte außerdem meinen, sie leben in einem rechtsfreien Raum. Alle müssen sich an Gesetze halten, aber diese Riesenfirmen kümmern sich, auf deutsch gesagt, einen Scheiß drum. Sie nutzen den deutschen Staat aus, fühlen sich aber in keinster Weise verpflichtet, dem Staat, der ihnen das alles ermöglicht, etwas zurückzugeben. Ich werde nichts mehr bei Amazon bestellen. Es gibt genug Alternativen.
 

Oliver

ALLESebook.de | CME.AT
Ich finde es fast noch viel schlimmer, dass solche Riesenfirmen kaum oder gar keine Steuern in Deutschland bezahlen.Man könnte außerdem meinen, sie leben in einem rechtsfreien Raum. Alle müssen sich an Gesetze halten, aber diese Riesenfirmen kümmern sich, auf deutsch gesagt, einen Scheiß drum. Sie nutzen den deutschen Staat aus, fühlen sich aber in keinster Weise verpflichtet, dem Staat, der ihnen das alles ermöglicht, etwas zurückzugeben. Ich werde nichts mehr bei Amazon bestellen. Es gibt genug Alternativen.

Siehe mein Kommentar weiter oben:


es ist eben meistens doch rechtens, was diese Firmen praktizieren (vielleicht die ein oder andere Grauzone dabei). Deshalb ist es Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft dies zu verhindern. Das schlimme daran ist halt oft, dass hier einzelne Staaten auf Kosten anderer ihren Rechtsstaat zur Verfügung stellen um andere Systeme auszuhebeln - natürlich vor dem Hintergrund hier mitzuschneiden. Siehe: Steueroasen, Schiffe welche unter anderer Flagge fahren, CO2-"Sünder" etc...
 

JulesWDD

Active member
Ich finde es fast noch viel schlimmer, dass solche Riesenfirmen kaum oder gar keine Steuern in Deutschland bezahlen.Man könnte außerdem meinen, sie leben in einem rechtsfreien Raum. Alle müssen sich an Gesetze halten, aber diese Riesenfirmen kümmern sich, auf deutsch gesagt, einen Scheiß drum. Sie nutzen den deutschen Staat aus, fühlen sich aber in keinster Weise verpflichtet, dem Staat, der ihnen das alles ermöglicht, etwas zurückzugeben. Ich werde nichts mehr bei Amazon bestellen. Es gibt genug Alternativen.

Auch wenn es einfacher ist, auf die vermeintlich bösen internationalen Konzerne einzuschlagen, so ist die Frage der Steuergestaltung eine, bei der die Steuergesetzgeber sich an "die Nase fassen" müssen. Amzon verwendet so wie einige andere Konzerne auch, doch völlig legale Steuergestaltungsmöglichkeiten.


Da mögen die Steuergesetzgeber doch bitte Änderungen verabschieden. Es sind doch die Vorstände dieser Unternehmen gegenüber ihren Gesellschaften verpflichtet, die für die Gesellschaft günstigste Steuergestaltung zu verwenden.
 

SPF30

Technikfan
scheinbar vergessen einfach viele, dass diese art der unternehmensführung durch die politiker ermöglicht wird, die sie selbst gewählt haben.....
 
B

Besucher

Guest
Heute bin ich wirklich froh, das die mir damals eine Kreditkarte aufzwingen wollten und es nie zu einem Geschäft kam. Ich gehöre wohl zu den wenigen die aufgrund dieses Gebarens noch nie dort bestellt haben. Wer mit seinen Kunden schlecht umgeht, geht auch mit seinen Mitarbeitern schlecht um.
 
D

Dirk

Guest
scheinbar vergessen einfach viele, dass diese art der unternehmensführung durch die politiker ermöglicht wird, die sie selbst gewählt haben.....

Ich weiß nicht...stimmt natürlich...aber
das hört sich m.E zu sehr danach an, als ob die eigentliche Verantwortung beim Wähler läge, der (bekanntlich) alle 4 Jahre sein Kreuz machen darf.
Wir leben aber in Zeiten von "Globalisierung", "indirekter Demokratie" mit immer stärker ausgeprägten Lobbyismus und ausgefeilter Image- und Produkt-pflege der "global Player".


Viele Menschen sind auch zunehmend froh, wenn sie ihren Alltag einigermaßen auf die Reihe kriegen.


Zudem nutzen diese "global Player" sehr ausgefeilt-strategisch jedes sich bietende Schlupfloch zur Gewinnmaximierung und Steuerreduzierung auf kosten der Gesellschaft.


Wenn sich ein Unternehmen so aufstellt, mag das "legal" sein und es ist sehr bedauerlich dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen dies erlauben, meine "Unterstützung" als Kunde hat ein solches Unternehmen damit aber verloren.


Und wenn die politischen Strukturen sich diesbezüglich nur sehr träge verändern lassen (wenn überhaupt), so bleibt dem Einzelnen halt erstmal das Instrument ein wenig bewusster (u.A. im Kaufverhalten) mit diesen global Playern umzugehen.
 

JulesWDD

Active member
Heute bin ich wirklich froh, das die mir damals eine Kreditkarte aufzwingen wollten und es nie zu einem Geschäft kam. Ich gehöre wohl zu den wenigen die aufgrund dieses Gebarens noch nie dort bestellt haben. Wer mit seinen Kunden schlecht umgeht, geht auch mit seinen Mitarbeitern schlecht um.

Es überrascht schon, wie einfach es ist, manche Leute "wirklich froh" zu machen. Ich kann Ihnen versichern, auch wenn Sie einmal oder mehrfach bei AMAZON bestellt haben, es besteht für die Zukunft keine Verpflichtung.
 

Oliver

ALLESebook.de | CME.AT
Also dass Amazon mit seinen Kunden schlecht umgeht, kann ich wohl definitiv negieren.


Amazon ist mitunter wohl das kulanteste Online-Versand-Unternehmen.


Dass nicht der Beratungsservice eines kleinen Händlers vor Ort geboten werden kann ist eine andere Sache, aber das wird wohl von einem Versandhaus auch nicht erwartet. Hier sei jedem ans Herz gelegt den Händler vor Ort zu besuchen und sich hier beraten zu lassen.
 

JulesWDD

Active member
Also dass Amazon mit seinen Kunden schlecht umgeht, kann ich wohl definitiv negieren.


Amazon ist mitunter wohl das kulanteste Online-Versand-Unternehmen.


Dass nicht der Beratungsservice eines kleinen Händlers vor Ort geboten werden kann ist eine andere Sache, aber das wird wohl von einem Versandhaus auch nicht erwartet. Hier sei jedem ans Herz gelegt den Händler vor Ort zu besuchen und sich hier beraten zu lassen.

Da gebe ich Ihnen völlig Recht. Ich habe es bei Amazon noch nicht erlebt, dass bei Defekten während der zweijährigen Gewährleistung irgendwelche mehr oder weniger dummen Ausflüchte gesucht wurden. Das habe ich - auch und insbesondere - beim stationären Handel (ich denke mit Grausen an den roten Markt mit dem großen M) wahrlich schon anders erlebt.
 

Krimimimi

New member
Übrigens wurde gestern am späten Abend in den "Tagesthemen" in Deutschland berichtet, dass Amazon auch die Zusammenarbeit mit Trenkwalder beendet.
 

Oliver

ALLESebook.de | CME.AT
Übrigens wurde gestern am späten Abend in den "Tagesthemen" in Deutschland berichtet, dass Amazon auch die Zusammenarbeit mit Trenkwalder beendet.

Sicher dass von Trenkwalder die Rede war? Davon habe ich bisher noch nichts gehört... Vermutlich auch etwas komplexer für Amazon, da das Volumen und die Komplexität sicher eine andere ist als mit der Sicherheitsfirma. Hier wird man vielleicht nicht von heute auf morgen aussteigen können ohne selbst Probleme in diversen Abläufen zu bekommen...
 

JulesWDD

Active member
Sicher dass von Trenkwalder die Rede war? Davon habe ich bisher noch nichts gehört... Vermutlich auch etwas komplexer für Amazon, da das Volumen und die Komplexität sicher eine andere ist als mit der Sicherheitsfirma. Hier wird man vielleicht nicht von heute auf morgen aussteigen können ohne selbst Probleme in diversen Abläufen zu bekommen...

Wohl ja ...


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firstmattheo

New member
Mir stellt sich die Frage ob dies nicht reiner Aktionismus ist und Amazon sich des schwächsten Gliedes der Ausbeutungskette entledigt, um vom System abzulenken.


Erst wenn A. die Leiharbeiter wie versprochen selbst anstellt mit allen Kosten und Konsequenzen wäre wirklich etwas getan.


Es muss auch Amazon weh tun und das tut es nur am Geldbeutel.
 
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